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Politik ohne Menschlichkeit macht Angst!

Vorarlberger Frauenbewegung plädiert für Empathie und Mitgefühl in der Politik

„In den letzten Wochen häufen sich Vorfälle, in denen Menschen keinen menschlichen Umgang erfahren. In der Vorarlberger Frauenbewegung wird dies sehr kritisch diskutiert – und es ist auch die Aufgabe von Frauen, auf ein soziales Miteinander zu pochen.“, so Landesleiterin der VP Frauen Martina Rüscher. „Grundlage für ein gutes Miteinander in unseren Gemeinden ist Wertschätzung und Respekt füreinander, aufeinander zu achten und bei Bedarf zu unterstützen. Dafür steht die Vorarlberger Frauenbewegung.

Unmenschlicher Umgang bei Abschiebungen

Wenn Familien mit kleinen Kindern frühmorgens auseinandergerissen werden und lernbereite junge Menschen in wenigen Stunden außer Landes gebracht werden, ohne sich von jahrelangen Begleitern verabschieden zu können, fehlt die Menschlichkeit. Dass Asylverfahren auch negativ ausgehen können, muss akzeptiert werden. Aber das ist kein Grund, in einem Land wie Österreich mit Menschen so hart umzugehen.

Grundsätzlich kritisiert die Frauenbewegung die oft jahrelangen Wartezeiten auf Interviews in den Asylverfahren als ursächliches Problem – in dieser Zeit wird viel Einsatz und Integrationswille abverlangt, aber am Ende des Verfahrens überhaupt nicht honoriert. Dass in diesen Fällen nach jahrelanger Unterstützung ehrenamtliche HelferInnen mit großer Enttäuschung zurückbleiben, ist nur verständlich. „Wir unterstützen daher den Vorstoß unseres Landeshauptmanns Markus Wallner für ein Mitspracherecht der Länder beim humanitären Bleiberecht – trotz der ersten negativen Reaktion des Innenministers!“, bestärkt Rüscher.

Verrohung der Sprache im politischen Diskurs – engagierte Menschen werden leise.

Ebenso stimmt die Frauenbewegung die Tonalität in Gesprächen bedenklich. Was vor einigen Jahren noch undenkbar war, auszusprechen, ist heute in politischen Diskussionen, aber auch ganz allgemein im Internet oder an Stammtischen anscheinend legitim. Hemmschwellen fehlen oft völlig – in lebhafter Sprache und Bildern werden Vorurteile unterstrichen statt reduziert. Sogar Ehrenamt wird unterschieden in erwünscht und weniger erwünscht – Begriffe wie „Gutmenschen“ lassen viele engagierte Menschen leise werden.

„Ich schätze die Arbeit unserer Bundesregierung sehr – aber bei all den positiven Dingen, die derzeit bewegt werden, darf die Menschlichkeit und das Mitgefühl nicht zu kurz kommen. Dem Aufzeigen von Problemen muss eine sachliche Diskussion und konstruktive Lösungssuche folgen – und auch wenn Entscheidungen hart ausfallen, darf am Ende die Menschlichkeit und der Respekt voreinander nicht fehlen. Diese Rückmeldung erhalten wir von vielen Mitgliedern der VP Frauen, aber auch bei zahlreichen Veranstaltungen aus der Bevölkerung.

„PolitikerInnen sollten Vorbilder für die Gesellschaft sein, klare Lösungen im Sinne der Bevölkerung erarbeiten und die Gesellschaft zur Zivilcourage ermutigen. Politik ohne Menschlichkeit macht Angst.“, so Rüscher.


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