ÖAAB Mag. Harald Witwer: Regierungsprogramm - Chancen erkennen, statt schwarzmalen

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Senkung der Lohn- und Einkommenssteuern, der geplante Steuer-Bonus für Kinder, aber auch die Schaffung treffsicherer Sozialleistungen nicht im Interesse von Österreichs Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern sind“, wiederspricht ÖAAB-Landesobmann Harald Witwer den aktuellen Aussagen von ÖGB-Landesvorsitzenden Norbert Loacker zur Regierungsbildung auf Bundesebene. „Ich bedauere“ so Witwer weiter, „die sehr einseitigen Wertungen von Norbert Loacker, die doch eine sehr starke SPÖ-Handschrift tragen, zumal er ja selbst bei seiner Wiederwahl zum Landesvorsitzenden seine Überparteilichkeit betont hat. Deshalb hätte ich mir von ihm ein differenziertes Urteil erwartet.“

Chancen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Aus Sicht des ÖAAB ist der im Regierungsprogramm verankerte Steuer-Bonus von bis zu 1500 Euro pro Kind ein familienpolitisches Ausrufezeichen, weil er Familien ganz konkret finanziell entlastet und gleichzeitig Leistung belohnt. Landesobmann Witwer ist auch davon überzeugt, dass beim Thema Arbeitszeit eine Weiterentwicklung hin zu sinnvollen, zeitgemäßen und praktikablen Rahmenbedingungen notwendig ist. „Auch viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wünschen sich mehr Gestaltungsspielraum in Bezug auf ihre Arbeits- und Freizeit. Das heißt: Mehr Geld oder mehr Freizeit.“ Allerdings sollte Flexibilität niemals eine Einbahnstraße sein, beide Seiten, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber, müssen davon profitieren. „Es geht hier um eine gemeinsame positive Weiterentwicklung der Arbeitszeit als Win-Win-Situation. Hier bin ich guter Dinge, dass die neue Bundesregierung eine solche Weiterentwicklung gut auf Schiene bringen wird", so Witwer abschließend.


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