Der Tourismus im Montafon braucht Planungssicherheit

Planungen für Wasserspeicher müssen die gesetzlichen Anforderungen erfüllen

In der aktuellen Diskussion um den geplanten Speicherteich der Silvretta Montafon GmbH ist aus Sicht von VP-Klubobmann Roland Frühstück die Kritik von Landesrat Johannes Rauch nicht nachvollziehbar: „Das Projekt dient zur Sicherung des bestehenden Angebots im Montafon für die Zukunft. Es ist, wie im Regierungsprogramm vereinbart und in der Vorarlberger Tourismusstrategie festgehalten, definitiv keine Erweiterung eines Skigebiets und dient ausschließlich der Qualitätssicherung des touristischen Angebots im Tal. Wir begrüßen alle Bemühungen, die dazu beitragen, die Qualität des bestehenden touristischen Angebots in Vorarlberg weiter auszuweiten. Deshalb unterstützen wir die Pläne der Silvretta Montafon GmbH, sofern sie alle gesetzlichen Anforderungen erfüllen!“

Montafon braucht Schneesicherheit

Für VP-Wirtschaftssprecherin Monika Vonier ist vor allem der Aspekt der Schneesicherheit für die Talschaft von entscheidender Bedeutung: „Für eine Wintersportdestination ist Planungssicherheit essentiell für eine längerfristige wirtschaftliche Entwicklung. Damit längerfristige Investitionen in die touristische Infrastruktur, etwa einem attraktiven Gastronomie- und Bettenangebot Sinn machen, muss ein Wintersportangebot zumindest von Dezember bis Anfang April gewährleistet sein. Wenn dies nicht garantiert werden kann, ist das ein klarer Wettbewerbsnachteil und es leidet die Attraktivität der gesamten Region. Ein solches Szenario ist jedoch definitiv nicht im Sinne des Tourismusstandortes Montafon und kann daher auch nicht im Sine der Landespolitik sein!"

Projekt wurde kommuniziert

Vonier betont auch, dass über das Projekt seit Planungsbeginn im Jahr 2014 durch regelmäßige Informationen kommuniziert worden ist: „Für die betroffenen Menschen im Tal ist das Projekt nichts Neues Von vielen Seiten, etwa dem Stand Montafon, den Bürgermeistern, Wirtschaftsgemeinschaft, Touristikern und Agrargemeinschaften werden die geplanten Investitionen in die Erweiterung der Schneeanlagen unterstützt. Insofern ist für mich die aktuelle Aufregung nicht nachvollziehbar und überzogen. Ich appelliere hier zur Sachlichkeit zurückzukehren und das Projekt ohne pauschale Vorverurteilungen zu bewerten.“ Außer Frage ist für Vonier, dass bei diesem Projekt hinsichtlich Ökologie selbstverständlich hohe Standards gesetzt werden sollen.