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Kälbertransporte: Wenig Neues von Seiten der Grünen

Der Prozess „FleischZukunftVorarlberg“ ist bereits in der Umsetzung

„Ich begrüße alle Überlegungen, den Absatz von Kalbfleisch im Land zu erhöhen und damit Tiertransporte ins Ausland zu vermindern. Wieso jedoch die größte Molkerei des Landes in die Vermarktung von Kalbfleisch einsteigen soll, erschließt sich mir nicht schlüssig. Sind doch Milch und Fleisch sehr unterschiedliche Produktgruppen, auch in der Vermarktung. Für mich drängt sich da schon der Verdacht auf, dass hier der Aktionismus über der Problemlösung steht,“ kommentiert VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein die heute von den Grünen präsentierten fünf Punkte gegen Kälbertransporte.

Bernhard Feuerstein verweist auf den erfolgreichen Entwicklungsprozess "Fleisch.Zukunft.Vorarlberg", der von Landesrat Christian Gantner auf den Weg gebracht worden ist: „Viele Forderungen der Grünen sind in diesem umfangreichen Papier bereits enthalten:

• Der Wunsch nach einer "Weideschlachtung" ist beim Bund deponiert worden.
• Kooperationen für mehr regionale Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung wurden mit den Krankenhäusern, dem Militärkommando Vorarlberg und der Gastronomie verstärkt.
• Die Vollmilch-Mastkälberaktion wurde ausgebaut.
• Ein neues zusätzliches Programm für Ländle-Kälber und Fleischrinder wurde kreiert. Dadurch können mehr Kälber länger am Hof gehalten oder zur Mast bei anderen Betrieben in Vorarlberg belassen werden.

Alles Maßnahmen, die dazu führen, dass mehr Kälber im Land verbleiben und auch geschlachtet werden“, erläutert Bernhard Feuerstein. Er verweist auch auf aktuelle Zahlen, die deutlich machen, dass die Zahl der exportierten Kälber im Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresmonat von 301 auf 143 gesunken ist. „Diese Entwicklung zeigt, wir brauchen keinen abrupten Systemwechsel, sondern die konsequente Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen. Insgesamt würde ich mir wünschen, dass die Grünen diesen Weg der Landesregierung mit dem gleichen Enthusiasmus unterstützen wie sie in der Öffentlichkeit beim Thema Kälbertransporte Aktionismus betreiben“, so Feuerstein abschließend.


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