Steuerlicher Rückenwind für kleine und mittlere Unternehmen

Landtagsinitiative zu steuerlichen Entlastung von Ein-Personen-Unternehmen eingebracht

„Österreich ist ein Spitzensteuerland, das vor allem den Faktor Arbeit belastet. Es braucht eine Entlastung für all jene, die tagtäglich aufstehen, hart arbeiten und für Wohlstand und eine florierende Wirtschaft in Österreich sorgen", so VP-Wirtschaftssprecherin Monika Vonier zur geplanten Steuerreform, die Anfang Mai präsentiert werden soll.

Eine besondere Notwendigkeit für eine rasche Entlastung diagnostiziert Vonier bei den Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Davon existieren allein in Vorarlberg über 12.000 Unternehmen. „EPU´s haben sich zu einer wesentlichen Säule der Vorarlberger Wirtschaft entwickelt. Auch bei uns im Land war die eigene Werkstatt oder der Küchentisch des Öfteren der Ausgangspunkt einer unternehmerischen Idee, die dann zu einer erfolgreichen Betriebsgründung geführt hat. Klar ist auch, dass gerade in der Gründungsphase eines Unternehmens die Kapitalausstattung meist knapp bemessen ist. Umso wichtiger ist es, dass die steuerliche Belastung in dieser Phase eine möglichst geringe ist", betont VP-Wirtschaftssprecherin Monika Vonier.

Zu Beginn einer Unternehmerkarriere ist die strikte Trennung von Arbeitsplatz und Wohnraum oft nicht möglich oder sinnvoll. Diese Tatsache ist jedoch ein steuerlicher Nachteil für EPU´s, weil sie damit den Arbeitsplatz nicht als betriebliche Ausgabe geltend machen können und entsprechend höhere Steuern zahlen müssen. Auch die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter (können sofort als Betriebsausgabe abgesetzt werden) ist seit dem Jahr 1983 auf 400 Euro beschränkt. „Beides Punkte, die gerade in der Gründerphase mit oft knapper Eigenkapitalausstattung den wirtschaftlichen Erfolg von Ein-Personen-Startups erschweren", gibt von Vonier zu bedenken. „Unsere Aufgabe jedoch sollte es sein, unternehmerisch ambitionierte Menschen in diesem Land zu unterstützen und im Sinne eines Gründerlandes entsprechende Rahmenbedingungen zu bieten. Die beiden Forderungen dieses Antrags könnten einen Beitrag dazu leisten", so die Wirtschaftssprecherin weiter.

Landtagsinitiative zur steuerlichen Entlastung

Mit Blick auf die geplante Steuerreform fordert Wirtschaftssprecherin Vonier nun, dass Ein-Personen-Unternehmen, die ihren Firmensitz an der Wohnadresse des Firmeneigentümers haben und den Arbeitsplatz nicht separat als Betriebsausgabe ausweisen können, mit jährlich 1.500,- Euro pauschaliert werden. „Das wäre eine echte Entlastung für Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer", ist Vonier überzeugt. Weiters sollte aus ihrer Sicht die Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter deutlich erhöht und jährlich indexiert werden. „Wir haben diese beiden Vorschläge gemeinsam mit dem Koalitionspartner als Landtagsantrag eingebracht. Ich bin zuversichtlich, dass diese beim Finanzminister auf offene Ohren stoßen", so die Wirtschaftssprecherin der Vorarlberger Volkspartei abschließend.

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