Vorarlberg macht seine Hausaufgaben in Sachen Klimaschutz

Landtagsanfrage anlässlich zehn Jahre Energieautonomie eingebracht

Angesichts der aktuellen Debatten um den Klimawandel war der einstimmige Beschluss des Vorarlberger Landtags im Jahr 2009 mit der Zielsetzung Energieautonomie 2050 vorausschauend und wegweisend“, hält VP-Energiesprecher Harald Witwer fest. Das Ziel, den regionalen Energiebedarf bis 2050 vollständig aus erneuerbaren Energieträgern abzudecken, ist für ihn aktueller denn je. Für den Bürgermeister von Thüringen ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, um eine erste Zwischenbilanz zum Projektstand zu ziehen: „Ich habe eine umfangreiche Anfrage an Landesrat Christian Gantner eingebracht, welche die aktuellen energiepolitischen Entwicklungen im Land beleuchtet und gleichzeitig einen Blick auf die Herausforderungen des kommenden Jahrzehnts wirft.“

Der Energiemix ändert sich

Wichtigstes Ziel bleibt für den Energiesprecher der Vorarlberger Volkspartei die Reduktion der CO2-Emissionen und damit die Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. „Es ist gelungen, den Verbrauch an Öl von 150 Millionen Liter im Jahr 2005 auf 84 Millionen Liter im Jahr 2016 zu reduzieren. Gleichzeitig konnte die Produktion von erneuerbaren Energieträgern im Land massiv erhöht werden. Etwa durch Großinvestitionen wie den Kraftwerksbau Obervermunt II, aber auch im Bereich der Kleinkraftwerke, der Solarenergie und der Biomasse.“

Mit Blick auf die zu erwartende Entwicklung in Richtung E-Mobilität, die sowohl den Individualverkehr als auch den öffentlichen Verkehr massiv beeinflussen werden, ist die Weichenstellung in Richtung erneuerbarer Energiequellen von großer Bedeutung. „Die Nachfrage nach den „Erneuerbaren“ wird weiter steigen. Gleichzeitig wird es immer wichtiger, Energie effizient einzusetzen“, betont Witwer. Insofern bleibt auch das Thema Energiesparen aktuell: „Mit der „Mission ZeroV“ setzt hier Landesrat Gantner ein Statement, indem sich auch die Landeverwaltung dazu verpflichtet, eine ausgeglichene Energiebilanz auszuweisen. Aber auch die Vorarlberger Gemeinden werden ihre Bemühungen in Sachen Klimaschutz weiter intensivieren. „Nur in einem gemeinsamen Kraftakt wird es uns gelingen, den Weg in Richtung Energieautonomie erfolgreich zu beschreiten“, so Witwer abschließend.

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