Leistbares Wohnen: SPÖ-Modell ist unsozial!

Jugendliche profitieren zulasten der sozial Schwachen

„Der Wunsch vieler junger Menschen nach den eigenen vier Wänden ist mehr als berechtigt. Allerdings kann ich sie deshalb nicht besser behandeln als die 31-jährige alleinerziehende Supermarktangestellte, oder den Bezieher einer Mindestpension“, kritisiert VP-Wohnbausprecher Albert Hofer das von der SPÖ präsentierte Wohnmodell für junge Erwachsene.

Für Hofer ist diese Ungleichbehandlung schlicht und einfach unsozial: „Wir haben bei der Vergabe von gemeinnützigen Wohnungen ein Punktesystem entwickelt, das insbesondere die soziale Situation der Wohnungssuchenden berücksichtigt. Dasselbe gilt auch für die Wohnbeihilfe. Wenn wir jetzt eine Gruppe aufgrund ihres Alters bevorzugen, schaffen wir eine soziale Schieflage, die ich für bedenklich halte. Eine solche Bevorzugung wird nicht einmal von den Betroffenen selbst erwartet. Auch von Sozialexperten wird diese Forderung abgelehnt.“ Kritisch sieht Hofer auch die von Seiten der SPÖ veröffentlichten Zahlen bezüglich der in Vorarlberg gemeldeten Wohnungssuchenden: „Von den 5878 Personen haben mehr als die Hälfte keinen dringenden Wohnbedarf. Umso wichtiger ist es, dass jene als Erste zum Zug kommen, deren soziale Situation eine rasche Lösung ihrer Wohnsituation erfordert.“

Liberalisierung des Mietrechts nimmt Druck aus dem Markt

Wohnbausprecher Hofer verweist einmal mehr auf seinen Vorschlag, das Mietrecht bundesweit zu liberalisieren: „Wir brauchen ein Mietrecht, das attraktiv für den Eigentümer ist und das die Risiken einer Vermietung signifikant reduziert. Eine solche Reform würde deutlich mehr Wohnungen auf den Markt bringen und damit das Preisgefüge normalisieren. Ich würde mir wünschen, dass im Nationalrat eine entsprechende Initiative gestartet wird, damit künftig aus dem Bestand mehr Wohnungen vermietet werden. Das würde auch die überhitzte Baukonjunktur entlasten und wäre ökologisch sinnvoll“, so Hofer abschließend.

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