Die einen haben Visionen, die anderen machen Verkehrspolitik

Neos-Vorschläge bleiben in vielen Bereichen vage oder setzen fragwürdige Prioritäten

„Wie man justament nach dem höchstgerichtlichen „Go“ für den Stadttunnel Feldkirch behaupten kann, die Landesregierung agiere konzeptlos in der Verkehrspolitik, das müssen die Neos der Öffentlichkeit schon selbst erklären“, kritisiert VP-Verkehrssprecher Daniel Steinhofer die aktuellen Aussagen von Neos-Landessprecherin, Sabine Scheffknecht. Auch die dabei präsentierten pinken „Verkehrsvisionen“ halten aus Sicht von Steinhofer in vielen Bereichen einem Realitätscheck nicht stand: „Es ist unbestritten, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs eine der wesentlichen Prioritäten der kommenden Jahrzehnte sein wird. Die Einführung neuer Systeme, wie Straßenbahnen, Cable Car oder automatisierter Kleinbusse ist für mich jedoch mehr als fragwürdig. Schließlich ist es im Regelfall deutlich günstiger, bestehende Systeme zu optimieren, anstatt zusätzliche Systeme für teures Geld zu etablieren.“ Steinhofer verweist in diesem Zusammenhang auf die Technologie der Magnetschwebebahn, die in Deutschland über Jahrzehnte mit öffentlichen Geldern gefordert worden ist und die bisher nur ein einziges Mal in Shanghai(!) realisiert worden ist.     

Prioritäten richtig setzen

Der VP-Verkehrssprecher fordert angesichts der aktuellen Verkehrsströme im Land, das Setzen der richtigen Prioritäten: „Die Landesregierung setzt in ihrer Verkehrsstrategie aus gutem Grund auf ein leistungsfähiges Straßen- und Schienennetz. Deshalb brauchen wir einen leistungsfähigen Stadttunnel in Feldkirch, der die Innenstadt vom LKW-Verkehr befreit. Darum bekennen wir uns zu einer S18-Nachfolgelösung, die die beiden Rheintalautobahnen optimal miteinander verbindet und dadurch die Menschen vor allem in Lustenau bestmöglich entlastet!“ Auch hier vermisst Steinhofer bei den Neos die richtigen Schwerpunkte: „Wenn die ÖBB selbst kommunizieren, dass die Schienen-Kapazitäten entlang des Bodenseeufers noch 50 Prozent(!) mehr Verkehr bewältigen könnten, dann kann der rasche Ausbau dieser Strecke nicht der Stein des Weisen sein. Außerdem haben hier unsere Nachbarn Deutschland und Schweiz bei Weitem noch nicht alle Hausaufgaben erledigt, damit der Güterverkehr im Dreiländereck optimal abgewickelt werden kann“, so Verkehrssprecher Steinhofer abschließend. 


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