Volkspartei macht die aktive Rolle Vorarlbergs im Klimaschutz zum Thema der „Aktuellen Stunde“

Vorarlberg ist in Sachen Energieautonomie auf einem guten Weg

„Vorarlberg kann und will beim Klimaschutz und beim Ausbau der Erneuerbaren Energie eine Vorreiterrolle einnehmen“, erläutert VP-Klubobmann Roland Frühstück die Beweggründe der Volkspartei, die letzte „Aktuelle Stunde“ in dieser Legislaturperiode dem Thema Klimaschutz zu widmen. „Ich sehe das auch als ein Signal an jene jungen Menschen, die in den letzten Wochen für einen aktiven Klimaschutz demostiert haben, dass wir ihre Anliegen sehr ernst nehmen“, so Frühstück weiter.

Der Klubobmann der Vorarlberger Volkspartei erinnert an den vor zehn Jahren von Regierung und Landtag einstimmig gefassten Beschluss, dass Vorarlberg energieautonom werden soll. „Es ist uns gelungen, diese Zielsetzung durch konkrete Maßnahmen mit Leben zu erfüllen. Beim Gesamtenergieverbrauch ist trotz der dynamischen Bevölkerungsentwicklung eine Stabilisierung gelungen, im Bereich der Raumwärme konnten die Ziele erreicht werden, ebenso beim Ausbau der erneuerbaren Energieträger“, berichtet der Klubobmann von ersten Erfolgen.
Ölheizungen reduzieren

Jetzt gilt es die gesetzten Maßnahmen nach zu schärfen und zu verstärken. So hat das Klimaabkommen von Paris für Industriestaaten neue Zielsetzungen definiert. Diese müssen auch im Konzept der Energieautonomie ihren Niederschlag finden. „In den vergangenen zehn Jahren wurden in Vorarlberg erfreulicherweise bereits 40% der bestehenden Ölheizungen durch erneuerbare Heizsysteme ersetzt. Es gibt allerdings immer noch 30.000 in Betrieb stehende Ölkessel. Hier liegt ein großes Potenzial zur Reduktion des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen!“

Trotz eines hervorragend ausgebauten ÖPNV-Netzes ist die Mobilität das Sorgenkind der Energieautonomie. „Von 2005 bis 2017 nahm der Energieverbrauch – obwohl Vorarlberg 2018 Spitzenreiter bei der Neuzulassung von Elektroautos war – um 15 Prozent zu. Der Ausbau der Elektromobilität ist ohne Zweifel ein wichtiger Mosaikstein der Energieautonomie, ohne eine nachhaltige Veränderung unseres Mobilitätssystems wird die Reduzierung des Energieverbrauchs aber nicht zu schaffen sein“, erläutert Frühstück die Herausforderungen der kommenden Jahre.

Globale Herausforderung

Im Gegensatz zu anderen Herausforderungen, die Vorarlberg alleine bewältigen kann, ist unser Land beim Klimaschutz darauf angewiesen, dass global ein Umdenken beginnt und weltweit wirksame Maßnahmen gesetzt werden. „Ist das nicht der Fall, werden das kleine Land Vorarlberg, oder auch die Republik Österreich die Folgen eines nicht intakten Welt-Klimas nämlich auch dann zu spüren bekommen, wenn sie im Jahr 2050 hoffentlich zu 100% energieautonom sind“, so Frühstück abschließend.

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