Weniger reden – mehr tun! Wir brauchen ein Klimapaket

Für die JVP Vorarlberg gehen die heute präsentierten Forderungen der Junos in die falsche Richtung. Außerdem vermisst der Vorarlberger JVP-Obmann Raphael Wichtl konkrete Vorschläge, die in Sachen Klimapolitik umgesetzt werden sollen.

Vor allem für die junge Generation ist der Klimaschutz ein sehr wichtiges Thema. Diesem widmet sich die Vorarlberger Volkspartei schon seit vielen Jahren mit diversen Maßnahmen, die für eine lebenswerte Zukunft der nachfolgenden Generationen sorgen sollen. So wird etwa seitens des Landes der Umstieg auf erneuerbare Energieträger forciert, was ein ganz zentrales Anliegen bei der angestrebten Energieautonomie Vorarlberg ist. „Unser Ziel – bis zum Jahr 2050 in Vorarlberg in gleichem Ausmaß Energie aus erneuerbaren Energieträgern bereitzustellen, wie verbraucht wird – ist ambitioniert, aber möglich. Mit dem Visionsprozess, den ,101 enkeltauglichen Maßnahmen’ und der Maßnahmenumsetzung haben wir wertvolle und wichtige Schritte gesetzt“, betont Raphael Wichtl.

Auf Bundes- und Landesebene ist der JVP die Stärkung der öffentlichen Verkehrsmittel besonders wichtig. Daher fordert die Junge Volkspartei beispielsweise die Einführung eines österreichweit einheitlichen Studententickets. „Für das Ländle stellen wir uns in diesem Zusammenhang eine vergünstigte U18-Jahreskarte für den Vorarlberger Verkehrsverbund vor“, ergänzt der Vorarlberger JVP-Obmann. „Hier braucht es aber auch neue Ideen, wie etwa jene, die in der Italienischen Hauptstadt Rom umgesetzt wird. Dort erhält man an den Fahrscheinautomaten für den öffentlichen Nahverkehr mit alten Plastikflaschen Guthaben für Öffi-Tickets.“

Eine CO2-Steuer, wie von den Junos gefordert, lehnt die JVP ab. „Diese wäre eine zusätzliche Belastung für die Bevölkerung. Die Neos sollten sich eher Gedanken darüber machen, wie die Menschen von neuen Steuerlasten verschont bleiben können“, so Wichtl. „Wir möchten in Sachen Klimaschutz konkretere Maßnahmen, wie etwa Pfand auf Plastik, auf den Weg bringen. Umwelt- und Klimaschutz soll im alltäglichen Bewusstsein der Menschen verankert sein und nicht von oben herab diktiert werden.“

Schulen weiterentwickeln

„Vorarlberg ist gerade in Bildungsfragen in vielen Bereichen Modellregion, diesen Status wollen wir halten und weiter ausbauen: durch frühe Förderungen, eine bedarfsgerechte, flexible Kinderbetreuung mit höchsten Qualitätsstandards, gezielte Sprachförderung, eine starke Volksschule, ein vielseitiges differenziertes Bildungsangebot, die Weiterentwicklung der Schule der 10- bis 14-Jährigen, gute Übergänge und passende Ab- und Anschlüsse sowie moderne Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen“, geht Wichtl auch auf die Neos-Forderungen zum Bildungsthema ein. „Der Ausbau der Schulinfrastruktur ist eines unserer zentralen Anliegen im Bildungsbereich. Dafür werden in Vorarlberg beträchtliche Mittel in Bau- und Sanierungsmaßnahmen für Pflichtschulen investiert – allein in den Jahren 2016 und 2017 waren das in Summe mehr als 100 Millionen Euro.“

Das Land Vorarlberg unterstützt auch ganz bewusst Schulen mit besonderen Herausforderungen, die auf Grund der sozioökonomischen Situation des Umfelds mit zusätzlichen Aufgaben konfrontiert sind. Die Vorarlberger Volkspartei bekennt sich außerdem zum verstärkten Ausbau der ganztägigen Schulformen. Besonders wird auf ein qualitätsvolles, flexibles und bedarfsgerechtes ganztägiges Angebot für Schülerinnen und Schüler sowie deren Erziehungsberechtigte Wert gelegt. Dieses soll auch den geographischen und sozialen Gegebenheiten in Vorarlberg Rechnung tragen. „Jungen Menschen sollen die bestmöglichen Zukunftsperspektiven geboten werden, niemand soll zurückgelassen und auf kein Talent verzichtet werden. Es ist daher ein erklärtes Ziel, die duale Ausbildung als attraktiven und zukunftsorientierten Ausbildungsweg auszubauen und zu stärken“, so Wichtl abschließend.

© 2019 Vorarlberger Volkspartei