Vorarlberger Bauernbund:
Die Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft hat Zukunft

 

Gesunde Lebensmittel und eine gepflegte Landschaft haben in der Vorarlberger Bevölkerung einen sehr hohen Stellenwert. Allerdings ist nicht allen Bürgerinnen und Bürgern bewusst, dass es die Bäuerinnen und Bauern, die Sennen und Forstarbeiter sind, die die Landschaft schaffen, pflegen und sichern und gleichzeitig qualitativ hochwertige Lebensmittel aus der Region erzeugen.

 

Beides kann nicht importiert werden; deshalb sind wir der Meinung, dass es die Land- und Forstwirtschaft in unserem Land auch in Zukunft braucht! Und daher betonen wir mit voller Überzeugung: „Land- und Forstwirtschaft in Vorarlberg hat Zukunft!" Und daher ist das auch das Motto des Bauernbundes für die Landwirtschaftskammer-Wahl 2011.

 

Unsere Schwerpunkte sind:

 

1. Mehr Wertschöpfung aus der landwirtschaftlichen Produktion

Guter Absatz und wirtschaftliche Preise sowie eine ordentliche Abgeltung unserer öffentlichen Leistungen sind das Fundament für die Existenz unserer Familienbetriebe. Ein ordentliches und gesichertes Familieneinkommen ist das höchste Ziel unserer interessenspolitischen Arbeit.

 

Wir setzen uns ein für:

 

- stabile Rahmenbedingungen durch eine starke Vertretung von Bregenz über Wien bis nach Brüssel;
- bessere Preise durch heimische Spezialitäten und regionale Marken;
- Wirtschaften muss sich lohnen - Soviel Einkommen als möglich über die Produkte Milch, Fleisch, Holz und Sonderkulturen
- eine optimierte Produktion durch eine umfassende und praxisorientierte Beratung der Landwirtschaftskammer;
- bäuerliche Dienstleistungen mit verbesserten Bedingungen im Steuer- und Gewerberecht.

 

2. Berufs- und Lebensfreude

Die Zukunft unserer Betriebe ist aber nicht nur eine Frage des Einkommens. Die Arbeit am Hof, in der Gärtnerei, im Wald oder in der Sennerei muss auch Freude machen. Die wollen wir stärken:
- durch eine erstklassige Aus- und Weiterbildung mit dem bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum und mit den neuen Aktivitäten des LFI;
- durch eine motivierte Jugend, vor allem in der Landjugendorganisation, bei den Junggärtnern und Jungzüchtern;
- mit tüchtigen Bäuerinnen, motiviert und gestärkt durch die aktive Bäuerinnenorganisation;
- mit erfolgreichen Bauern mit Unternehmergeist und gezieltem Service der Landwirtschaftskammer.

 

3. Lebensqualität im Betrieb

Wir müssen auch darauf achten, dass die Lebensqualität auf unseren Höfen weiter verbessert werden kann. Sie ist ein hohes Gut, das wir zu verteidigen haben. Unser Beitrag zu mehr Lebensqualität in unseren Betrieben durch:

 

- eine gute soziale Absicherung: Gleichstellung der bäuerlichen mit anderen Berufsgruppen
- Überlastung vermeiden: Zeit- und Betriebsmanagement; Maschinenring hilft, Arbeitsspitzen zu brechen;
- weniger Kontrolle und Bürokratie: Kleinigkeiten waren möglich, aber den großen Wurf gab es noch nicht.
- verlässliche Hilfe in der Not: der Betriebshelferdienst wurde weiter ausgebaut und ein Sorgentelefon eingerichtet.

 

4. Kampf um die Zukunftsperspektive

Die nächsten Herausforderungen stehen vor uns. Wir kämpfen für eine EU-Agrarpolitik 2014 bis 2020, die unserer Landwirtschaft eine Zukunftsperspektive gibt. Das heißt konkret:

 

- Sicherung des Agrarbudgets;
- mehr nationaler Spielraum;
- gesicherte Leistungsabgeltung durch gut dotierte und einfache EU-, Bundes- und Landesprogramme;
- ÖPUL- und Ausgleichszulage erhalten;
- Einheitliche Betriebsprämie österreichweit mit Tierhaltungszuschlag;
- Marktordnungsinstrumente erhalten, um in Krisen eingreifen zu können;
- keine weitere Handelsliberalisierung;
- keine Aufweichung in Grundverkehr- und Flächenwidmung;
- bessere und längerfristig gesicherte Einspeistarife;
- neue Versteigerungs- und Veranstaltungshalle.

 

Unsere Leistungen - Versprochen/Gehalten

- Das EU-Geld in ansprechender Höhe gesichert;
- Überbrückungskredit für verspätete Auszahlung;
- Ländle-Markenpolitik für bessere Preise;
- Bildungsangebot verbessert;
- Steuerberatung neu organisiert;
- Versicherungsberatung eingeführt;
- Herkunftsgarantie für Vorarlberger Holz;
- Bauausschreibung und Angebotsvergleich im Rahmen der Bauplanung;
- Kartoffelanbau neu belebt;
- Hofberatung eingeführt;
- Melkmaschinen-Check;
- neu: Kuh&Standort-Check;
- vorzeitige Kuhprämie (als einziges Bundesland);
- einfache Umsetzung der Tiertransportbescheinigung;
- praktikable Moutainbike-Lösung.

 

Land- und forstwirtschaftliche Dienstnehmer

Wir setzen uns für die Arbeitnehmer/innen in der Land- und Forstwirtschaft in Vorarlberg ein:

 

- Ausbau und Absicherung der arbeitsrechtlichen Standards
- Soziale Sicherheit für alle
- Vergleichbares Einkommen für Landarbeit
- Förderung der Aus- und Weiterbildung

 

Die Arbeitnehmer/innen sind das größte Kapital eines Unternehmens und ein entscheidender Faktor für den Betriebserfolg. Motivation, nicht zuletzt auch über angemessene Bezahlung ist die Voraussetzung dafür. Die Vorarlberger Dienstnehmer/innen sind überdurchschnittlich leistungsfähig und verlässlich, wie Vergleiche mit anderen Regionen deutlich zeigen.

 

Die Förderung der Aus- und Weiterbildung liegt uns sehr am Herzen. Diese soll es ermöglichen, dass unsere Dienstnehmer als Spezialisten im ländlichen Raum auf Ihrem Gebiet den Anforderungen weiterhin gerecht werden können. Eine gepflegte Landschaft und die Schutzfunktion unserer Bergwälder können wir nicht importieren, wir sorgen selber dafür!

 

In der vergangenen Funktionsperiode erreicht:

 

- Zugang zu Bildungsmitteln der ländlichen Entwicklung für unsere Mitglieder
- Höhere Lehrlingsbeihilfen
- Neue Mitgliederzeitung „DINE"
- Lohn- und Gehaltserhöhungen vergleichbar mit anderen Branchen.
- Treueprämie schon nach 15 Dienstjahren.
- LK-Wahl Stichtag 1. September - Älpler/Saisoniers wahlberechtigt.

 

 

folder_ansicht_download

Wahlfolder des Vorarlberger Bauernbundes downloaden