Im morgigen sozialpolitischen Ausschuss unter der Leitung von LAbg. Heidi Schuster-Burda wird ein wichtiger Schwerpunkt aus dem Arbeitsprogramm der Landesregierung im Landtag debattiert. „Pflegende Angehörige stellen eine zentrale Säule in der Versorgung älterer und pflegebedürftiger Menschen dar. Unser erklärtes Ziel ist es, sie bestmöglich zu unterstützen und die Betreuung zu Hause durch attraktive Rahmenbedingungen kontinuierlich zu verbessern“, betont VP-Klubobfrau Veronika Marte.
Sie verweist dabei auf das von der AK Vorarlberg erarbeitete Modell, das aus ihrer Sicht eine sehr gute Grundlage für ein landesweites Konzept darstellt: „In Kooperation mit einem Partner aus der professionellen Pflege sollte es gelingen, pflegende Angehörige gezielt und nachhaltig in ihrer herausfordernden Tätigkeit zu unterstützen.“ In einem ersten Schritt soll ein solches Modell von der Landesregierung geprüft werden. Die Zielsetzung dieser Prüfung ist für Marte klar definiert: „Wir wollen die bestmögliche Pflege in den eigenen vier Wänden so lange wie möglich gewährleisten.“
Digitaler Behindertenpass: Alltag erleichtern, Selbstständigkeit stärken
Ein Landtagsantrag, der von den Sozialsprecherinnen und -sprechern aller Fraktionen unterstützt wird, setzt sich für die Integration des Behindertenpasses in die eAusweise-App des Bundes ein. „Wer mit einer Behinderung lebt, ist im Alltag oft mit zusätzlichen Herausforderungen konfrontiert. Ein digitaler Behindertenpass kann hier einen echten Unterschied machen – durch mehr Komfort, mehr Selbstbestimmung und weniger Bürokratie“, erklärt Klubobfrau Marte.
In Österreich erhalten Personen einen Behindertenpass, wenn der Grad der Behinderung oder die Minderung der Erwerbsfähigkeit mindestens 50 Prozent beträgt und sie ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben. Derzeit existiert der Behindertenpass ausschließlich in physischer Form. Das ist insbesondere für mobilitätseingeschränkte Menschen häufig unpraktisch. Ein digitaler Nachweis über das Smartphone – wie er etwa beim Führerschein oder beim Studierendenausweis bereits üblich ist – würde für viele Betroffene eine spürbare Erleichterung bringen.
Weitere Themen in den Ausschüssen sind unter anderem die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit von Gemeindesicherheitswachen, eine mögliche Ringstraßenbahn für das untere Rheintal sowie die Ausweitung der Auszeichnung „Vorarlberg am Teller“ auf die Gastronomie.