Vorarlberg setzt auf Fortschritt und einen eigenständigen Weg, der von Zuversicht, Mut und Kompetenz geprägt ist. In herausfordernden Zeiten übernimmt das Land Verantwortung, um die Lebens- und Arbeitswelt von morgen aktiv zu gestalten.

Webseite durchsuchen
Kontakt
Adresse Römerstraße 12, 6900 Bregenz
Folgen Sie uns.
Kontakt
Adresse Römerstraße 12, 6900 Bregenz
Folgen Sie uns.

Details

Automatisierte Mobilität und moderne Logistik – Vorarlberg zeigt, was möglich ist

Veröffentlichunsdatum
2 Oktober, 2026
Meinungen
Keine Kommentare

Exkursion im Vorfeld der VerkehrsreferentInnenkonferenz: Führung am Containerterminal Wolfurt und Vorstellung des Pilotprojekts eines vollautomatisierten Postbusses

Gemeinsam mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Verkehrsreferentenkonferenz nahm Landesrat Marco Tittler am 1. Oktober an einer Führung durch den Containerterminal Wolfurt teil. Im Anschluss wurde das Pilotprojekt eines elektrisch betriebenen Postbusses mit vollautomatisierter Fahrfunktion vorgestellt. Ziel ist es, die Integration automatisierter Mobilität in den öffentlichen Verkehr unter realen Bedingungen zu testen und Rückschlüsse für künftige Anwendungen zu gewinnen.

Am Containerterminal wurden die Fernsteuerstände zur Bedienung der Portalkräne besichtigt. Diese befinden sich im Bürogebäude, da Kräne nach dem Stand der Technik nicht mehr mit Kabinen für Kranführer ausgestattet werden. Die bestehenden Kräne werden sukzessive auf Fernsteuerung umgestellt; der im kommenden Frühjahr neu installierte Kran wird ausschließlich aus der Ferne gesteuert.

„Der Containerterminal Wolfurt ist ein Schlüsselknoten für die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes. Die Umstellung auf moderne Fernsteuertechnik steigert Effizienz und Arbeitssicherheit und zeigt, wie innovative Infrastruktur unseren Wirtschaftsstandort stärkt“, betonte Landesrat Tittler beim Rundgang.

Beim vollelektrischen Bus mit vollautomatisierter Fahrfunktion wird nun im Testbetrieb in Wolfurt unter realen Einsatzbedingungen untersucht, wie sich automatisierte Mobilität sinnvoll in das Öffi-System integrieren lässt und wie das Angebot von den Fahrgästen angenommen wird. Denn Akzeptanz und Vertrauen sind entscheidend, damit autonome Lösungen künftig den öffentlichen Verkehr ergänzen und zusätzliche Mobilitätsangebote schaffen können.

„Wir erproben hier, wie automatisierte Angebote die erste und letzte Meile stärken und den Taktverkehr intelligent ergänzen können. Unser Anspruch ist ein sicherer, barrierefreier und verlässlicher Betrieb – nur so entsteht Vertrauen und echte Alltagstauglichkeit“, sagte Landesrat Tittler.

Die vorerst kostenfreie Verbindung soll ab 19. Oktober montags bis freitags von 5:00 bis 23:20 Uhr zwischen dem Bahnhof Wolfurt und dem Industriepark Wolfurt verkehren. Damit wird eine attraktive Anbindung an die S-Bahn sowie an wichtige Arbeits- und Aufenthaltsorte im Betriebsgebiet gewährleistet. Die im Testbetrieb gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für weitere Anwendungen autonomer Mobilitätslösungen. Bewährt sich der Einsatz, kann das Modell auf andere Regionen übertragen werden – Voraussetzung ist die Bestellung entsprechender Verkehrsleistungen durch die jeweiligen Verkehrsverbünde. ÖBB Postbus hat angekündigt, solche innovativen Mobilitätslösungen gemeinsam mit Partnern weiterzuentwickeln und umzusetzen.

Zum Einsatz kommt der vollelektrische Autonomous e-CENTRO C. Das Fahrzeug verfügt über SAE-Level-4-Technologie und kann die Fahraufgabe innerhalb eines definierten Einsatzbereichs grundsätzlich selbstständig übernehmen. Nach österreichischer Rechtslage befindet sich weiterhin eine geschulte Sicherheitsfahrerin bzw. ein geschulter Sicherheitsfahrer an Bord. Der Bus bietet Platz für bis zu 32 Fahrgäste, verfügt über einen barrierefreien Niederflureinstieg mit Rollstuhlrampe, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von bis zu 30 km/h und hat eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern.

„Mit dem Testbetrieb in Wolfurt machen wir automatisierte Mobilität im öffentlichen Verkehr für die Menschen erlebbar. Der Betrieb unter realen Einsatzbedingungen ist ein wichtiger Schritt, um autonome Mobilitätslösungen von der Vision in die praktische Anwendung zu bringen“, erklärte ÖBB-CEO Andreas Matthä.

Vorarlberg geht vor.