Vorarlberg setzt auf Fortschritt und einen eigenständigen Weg, der von Zuversicht, Mut und Kompetenz geprägt ist. In herausfordernden Zeiten übernimmt das Land Verantwortung, um die Lebens- und Arbeitswelt von morgen aktiv zu gestalten.

Webseite durchsuchen
Kontakt
Adresse Römerstraße 12, 6900 Bregenz
Folgen Sie uns.
Kontakt
Adresse Römerstraße 12, 6900 Bregenz
Folgen Sie uns.

Details

Home > Allgemein > Bauen in Vorarlberg einfacher,...

Bauen in Vorarlberg einfacher, schneller und günstiger machen

Veröffentlichunsdatum
28 Mai, 2026
Meinungen
Keine Kommentare

Leistbares Wohnen bleibt eine der zentralen Zukunftsfragen für Vorarlberg. Die Landtagskandidaten Clemens Ender und Hanno Lecher setzen sich deshalb dafür ein, dass Bauen im Land einfacher, schneller und kostengünstiger wird. Ziel ist es, bezahlbaren, nachhaltigen und innovativen Wohnraum zu ermöglichen und zugleich die Bau- und Immobilienwirtschaft in einer herausfordernden Phase zu stabilisieren.

„Wer leistbares Wohnen ernst nimmt, muss auch den Mut haben, bestehende Standards und Verfahren auf ihre Wirkung zu überprüfen. Nicht jede technische Vorgabe führt automatisch zu mehr Sicherheit oder mehr Wohnqualität. Manche Vorgaben machen Bauen vor allem teurer, komplizierter und langsamer“, betonen Hanno Lecher und Clemens Ender.

Konkret soll gemeinsam mit zumindest einem erfahrenen gemeinnützigen Bauträger ein Forschungsprojekt gestartet werden. Dabei soll geprüft werden, welche Abweichungen von technischen Normen und vom Stand der Technik sinnvoll sind, ohne sicherheitsrelevante Aspekte zu gefährden. Im Mittelpunkt stehen mögliche Einsparungen bei Konstruktion, Technik und Ausstattung, ohne wesentliche Abstriche bei der Wohnqualität hinzunehmen.

„Wir wollen herausfinden, wo Spielräume bestehen, die den Menschen konkret helfen: durch niedrigere Baukosten, raschere Umsetzung und mehr leistbaren Wohnraum. Gleichzeitig schaffen wir Planungssicherheit für Architekten, Planer und ausführende Betriebe“, so VP-Wohnbausprecher Lecher.

Ein wichtiger Punkt ist die rechtliche Absicherung. Heute ist ein Abweichen von technischen Normen für Planer und Unternehmen oft mit Haftungs- und Gewährleistungsrisiken verbunden. Deshalb braucht es klare Rahmenbedingungen und eine transparente Aufklärung der Bauherrinnen und Bauherren. Sie müssen nachvollziehen können, welche Abweichung vereinbart wird, welche Auswirkungen diese auf Funktion, Nutzung, Qualität oder Komfort hat und worin sich das Bauwerk von vergleichbaren Projekten unterscheidet. „Unser Ansatz verbindet Hausverstand mit Verantwortung. Sicherheit darf nicht verhandelbar sein. Aber dort, wo Normen Kosten verursachen, ohne einen echten Mehrwert zu schaffen, müssen wir pragmatische Lösungen ermöglichen“, erklärt Ender.

Der sogenannte Gebäudetyp V bietet dabei nicht nur im Neubau Chancen, sondern auch bei Sanierungen. Gerade bei bestehenden Gebäuden führen aktuelle Normen häufig dazu, dass Bauteile angepasst oder ersetzt werden müssen, die ohne Sanierung noch problemlos nutzbar wären. Schallschutz, Absturzsicherungen, Barrierefreiheit sowie elektro- und klimatechnische Anforderungen können zusätzliche Kosten auslösen und Projekte erschweren.

Ender und Lecher sehen darin eine Chance für einen neuen Vorarlberger Weg im Bauen: „Wir wollen Innovation ermöglichen, Ressourcen schonen und Kosten senken. Das hilft Familien, die sich Wohnraum leisten wollen. Es hilft Gemeinden, die vor Ort Entwicklung ermöglichen möchten. Und es hilft unseren Betrieben, die Planungssicherheit und Aufträge brauchen.“

Auf Basis der Ergebnisse des Forschungsprojekts soll in weiterer Folge geprüft werden, welche Anpassungen im Baugesetz und in der Bautechnikverordnung notwendig sind. Damit sollen mögliche Vorteile bei der Umsetzung von Bauvorhaben tatsächlich nutzbar gemacht werden.

Leave a Comment

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Vorarlberg geht vor.