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Gleichberechtigung auf allen Ebenen bleibt das Ziel

Veröffentlichunsdatum
6 März, 2026
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Seit mehr als einem Jahrhundert setzen sich Frauen weltweit für ihre Rechte ein. Der Weltfrauentag am 8. März erinnert dabei nicht nur an historische Errungenschaften wie das Frauenwahlrecht, sondern richtet den Blick vor allem nach vorne. „Heute geht es um echte Gleichberechtigung auf allen Ebenen – in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Dieses Ziel ist anspruchsvoll und längst noch nicht erreicht, auch bei uns in Vorarlberg“, betont VP-Frauensprecherin Julia Berchtold. Der Weltfrauentag sei daher auch 2026 ein klarer Auftrag zum Weiterarbeiten.

Mehr Frauen in Führungspositionen

Frauen sind heute im Durchschnitt mindestens gleich gut, vielfach besser ausgebildet als Männer. Dennoch bleiben sie in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft unterrepräsentiert. Diese Diskrepanz ist fachlich nicht erklärbar, sondern strukturell bedingt. Eine aktuelle Studie des Instituts für Schweizer Wirtschaftspolitik zeigt, dass vor allem mangelnde Vereinbarkeit, unsichere Rückkehrmodelle und starre Karrierepfade der Gleichberechtigung entgegenwirken. „Wer mehr Frauen in Verantwortung bringen will, muss Karrierewege planbar machen – mit klaren Regelungen zu Karenz, Wiedereinstieg und Führung in Teilzeit“, so Berchtold. Gerade dort, wo Rahmenbedingungen stimmen, steigt der Anteil von Frauen in leitenden Funktionen deutlich.

Partnerschaftliche Erziehungsarbeit

Als wesentlichen Schlüssel zur Gleichberechtigung nennt Berchtold die partnerschaftliche Aufteilung von Sorgearbeit – sowohl bei der Kinderbetreuung als auch bei der Pflege von Angehörigen. „Der Ausbau leistbarer und bedarfsgerechter Kinderbildungs- und Betreuungsangebote bleibt unverzichtbar. Gleichzeitig braucht es mehr partnerschaftliche Verantwortung in den Familien“, hält Berchtold fest.

Nur so könnten Frauen durchgängige Erwerbsbiografien aufbauen und ihre Absicherung in der Pension sicherstellen. Partnerschaftliche Lebens- und Arbeitsmodelle müssten daher gezielt unterstützt und gesellschaftlich stärker anerkannt werden: „Wir brauchen ein neues Karenzmodell, damit Männer in Karenz oder Teilzeit nicht mehr länger als eine Ausnahme gesehen werden. Familienfreundliche Arbeitsmodelle sind eine Chance – sie erleichtern den rascheren Wiedereinstieg von Frauen und stärken Betriebe im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.“ Insgesamt brauche es laut Berchtold einen Wandel der Rollenbilder vor allem bei der jungen Generation in Richtung mehr Gleichberechtigung.

„Gleichberechtigung gelingt nur gemeinsam. Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, so Berchtold abschließend.

Vorarlberg geht vor.