LR Tittler: „Betriebe brauchen Zukunftsperspektive am Standort“

„Einzelfallentscheidung in Ludesch ist zu respektieren, positives Investitionsklima muss aber erhalten bleiben“

„Das Ergebnis der Volksabstimmung in Ludesch ist selbstverständlich zur Kenntnis zu nehmen“, betont Wirtschaftslandesrat Marco Tittler in einer ersten Stellungnahme nach Bekanntwerden des Ergebnisses. „Ich verhehle aber nicht, dass ich mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte.“ Tittler spricht von einer Einzelfallentscheidung, die zu respektieren sei. Gerade für Familienbetriebe müsse es jedoch auch weiterhin realistische Perspektiven zur Erweiterung am Standort geben, so der Landesrat. Er setzte auf den im Regierungsprogramm enthaltenen Strategiedialog „Wirtschaft & Umwelt“.

„Ich bedauere, dass die Entscheidung in Ludesch gegen die Betriebserweiterung ausgefallen ist, respektiere sie aber selbstverständlich.“ In einem nächsten Schritt gelte es nun, mit dem Betrieb über mögliche Alternativen zu sprechen, denn „wir müssen schon darauf schauen, dass Familienbetriebe mit einer derart langen Tradition in
Vorarlberg auch weiterhin Perspektiven sehen. Wir müssen ein positives Klima für Investitionen erhalten.“

Strategiedialog „Wirtschaft und Umwelt“
Die Entscheidung in Ludesch und die damit verbundene Vorgeschichte zeigt für den neuen Landesrat, dass der im Regierungsprogramm enthaltenen Strategiedialog „Wirtschaft und Umwelt“ von besonderer Bedeutung sei. „Wirtschaft und Ökologie sind keine Gegensätze. Vielmehr stecken in dieser Frage große Chancen, wenn alle
Beteiligten bereit sind, einen Schritt aufeinander zuzugehen und sich auf vernünftige und sachliche Gespräche einzulassen.“ Gerade im Fall von Ludesch wäre es möglich gewesen, eine Art „best practice“ Beispiel zu entwickeln, meint Tittler. „Wichtig ist aus meiner Sicht nun aber auch, dass sich die Wogen glätten und man zu
einer guten Gesprächsbasis zurückfindet“, so Landesrat Tittler abschließend.

Foto: (c) Mauche

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