Bestmögliche Betreuung für jedes Kind von Anfang an

Landesstatthalterin Schöbi-Fink: Vorarlberg hält am kontinuierlichen Ausbau der elementarpädagogischen Angebote in Quantität und Qualität fest.

Mit dem ehrgeizigen Ziel, Vorarlberg zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder und Jugendliche zu machen, wird größtes Augenmerk auf den Ausbau der elementarpädagogischen Angebote gerichtet. „Land, Gemeinden und private Träger verfolgen gemeinsam das Anliegen, das Betreuungsnetz in Vorarlberg kontinuierlich weiterzuentwickeln“, sagt Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink. Der Kinderbetreuungs-Jahresbericht über die Entwicklungen 2019 belegt dieses Engagement eindrucksvoll. Sowohl die Betreuungszahlen als auch die Investitionen in Quantität als auch Qualität der Einrichtungen sind erneut gesteigert worden. 2019 hat das Land für den Bereich Elementarpädagogik 72,3 Millionen Euro aufgewendet, um fast zwölf Prozent mehr als im Jahr davor. Davon entfallen rund 45 Millionen Euro (2018: 40,4 Millionen Euro) auf die Kindergärten, rund 27,3 Millionen Euro (2018: 23,4 Millionen Euro) auf Kinderbetreuungseinrichtungen, Spielgruppen und Tageseltern. „Wir halten an unserem Kurs – auch unter den durch die Corona-Pandemie erschwerten Umständen – weiter entschlossen fest“, betont Schöbi-Fink.

Insgesamt haben in Vorarlberg mehr als 16.500 Kinder einen Platz in 251 Kindergärten, 155 Kinderbetreuungseinrichtungen, 53 Spielgruppen und bei 67 Tageseltern. Allein im Kalenderjahr 2019 wurden in Kinderbetreuungseinrichtungen insgesamt 23 neue Gruppen mit zusammen 276 Plätzen geschaffen. „Rund 70 Prozent davon entsprechen dem Vereinbarkeitsindikator Familie & Beruf“, hebt Landesstatthalterin Schöbi-Fink hervor. Nahezu alle Vier- und Fünfjährigen und 90 Prozent der Dreijährigen sind in außerfamiliärer Betreuung. Bei den unter Dreijährigen liegt die Betreuungsquote mittlerweile bei 87 Prozent.

In den elementarpädagogischen Einrichtungen sind über 3.300 engagierte Betreuungspersonen tätig, davon über 1.600 Pädagoginnen und Pädagogen, mehr als 1.000 Assistenzkräfte und 700 Helferinnen und Helfer. „Wir legen großen Wert auf eine gute Ausbildung des Personals. Umso erfreulicher ist die anhaltende Nachfrage an den Lehrgängen für Kleinkindbetreuung und Kindergartenassistenz in Schloss Hofen“, so Schöbi-Fink. Von 2014 bis Juni 2019 haben cirka 900 Personen diese Kurse absolviert. Im Frühjahr 2020 wurden drei zusätzliche Lehrgänge eingeschoben – zwei Basislehrgänge und ein Spezialisierungslehrgang für Kleinkindbetreuung. Und für Herbst 2020 waren weitere neun neue Lehrgänge á 20 Teilnehmende vorgesehen, deren Start nun aufgrund der Covid19-Pandemie auf Anfang 2021 verschoben werden musste.

Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Die Erhaltung des gut ausgebauten Kinderbetreuungsangebots in Vorarlberg ist ein wichtiger Beitrag, um nach der Intensivphase von Corona möglichst rasch und effizient den Weg aus der Krise zu finden, betont Schöbi-Fink: „Zum einen wollen wir für jedes Kind in Vorarlberg die bestmögliche familienergänzende Betreuung zur Verfügung stellen. Zum anderen geht es – in der gegenwärtigen Situation mehr denn je – um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wenn die Wirtschaft wieder hochgefahren wird und berufstätige Eltern in ihren Betrieben gebraucht werden.“

Schöbi-Fink verweist auf das sechs Millionen Euro schwere Maßnahmenpaket der Landesregierung zur Unterstützung der Kinderbetreuung und Entlastung der Familien. Gemeinden und private Träger von Kinder- und Schülerbetreuungsangeboten erhalten über die Sommermonate eine von 60 auf 80 Prozent erhöhte Personalkostenförderung. Zudem werden ihnen 60 Prozent der durch die Corona-Krise entgangenen Elternbeiträge im Zeitraum 15. März bis 31. Mai 2020 abgegolten. Für private Einrichtungen wird diese Abgeltung unabhängig von der Inanspruchnahme von Bundesförderungen sofort als Überbrückungshilfe aus Landesmitteln ausbezahlt, um ihre Liquidität zu gewährleisten. Und als Direkthilfe für Familien übernimmt das Land zur Hälfte die Elternbeiträge für die elementarpädagogische bzw. Schülerbetreuung im Sommer.

Der Kinderbetreuungs-Jahresbericht über die Entwicklungen 2019 kann auf www.vorarlberg.at/elementarpädagogik heruntergeladen werden.


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