Covid-19: Antigentestungen in ausgewählten Ordinationen möglich

LR Rüscher: Schnelle Tests bei AllgemeinmedizinerInnen bringen rasche Information für Getestete und Entlastung für Testabnahmestelle in Röthis

Ab sofort können sich Personen mit Symptomen mittels eines Antigentests auf eine mögliche Covid-19-Erkrankung testen lassen. Das Ergebnis liegt bereits nach rund 20 Minuten vor. „Vorarlberg ist eines der ersten Bundesländer, das diese Tests ausrollt. Mit dieser Maßnahme werden wir nicht nur die Kapazitäten bei der Testabnahmestelle in Röthis entlasten. Der wesentliche Vorteil ist die sehr schnell vorliegende Information, ob eine Corona-Infektion vorliegt oder nicht“, informiert Landesrätin Martina Rüscher. „Ich danke der Ärztekammer Vorarlberg für die gute Vorbereitung und insbesondere den Ärztinnen und Ärzten in ganz Vorarlberg, die die Tests künftig unter hohen Schutzvorkehrungen durchführen werden.“ Die Antigentestungen sind landesweit in rund 100 Ordinationen möglich.

Die bisherige Strategie des Landes sah vor, Covid-19-PatientInnen möglichst von den Ordinationen fern zu halten. Nun sollen Antigentestungen auch in den Ordinationen durchgeführt werden können. „Dies geschieht selbstverständlich unter Einhaltung der erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie einer zeitlichen bzw. räumlichen Trennung in der Ordination“, betont Ärztekammerpräsident Michael Jonas. Es ist die selbständige Entscheidung des Kassenarztes, ob er oder sie diese Tests in der eigenen Ordination durchführen will oder nicht. Kein Arzt, keine Ärztin ist dazu verpflichtet. Daher bleibt es wichtig, dass Patientinnen und Patienten vorab in der Ordination anrufen. Dort erfahren sie, bei welchem niedergelassenen Arzt der Antigentest durchgeführt wird und wann ein Termin möglich ist.

Das Testergebnis liegt bereits nach rund 20 Minuten vor. Die Ergebnisse des Antigentests (positiv und negativ) sind von der Ärztin bzw. dem Arzt verpflichtend einzumelden. Bei einem positiven Antigentest wird noch in der Ordination ein PCR-Abstrich durchgeführt und an die Auswertungsstelle (Pathologie) unter Einhaltung sämtlicher Schutzmaßnahmen versendet. Die betroffene Person erhält sofort Verhaltensregeln, was die spätere Arbeit des Infektionsteams wesentlich erleichtern soll.

„Mit dieser neuen Maßnahme entlasten wir einerseits bestehende Strukturen wie die Testabnahmestelle in Röthis und die mobilen Probenabnahmen. Andererseits erhalten die getesteten Personen und auch die Gesundheitsbehörde in kürzerer Zeit Informationen über eine eventuell vorliegende Infektion“, fasst Landesrätin Rüscher die Vorteile zusammen. Antigentestungen werden landesweit von rund 100 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten (in den meisten Fällen Allgemeinmedizin) durchgeführt.


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