Trassenentscheidung klare Weichenstellung für S 18

Landeshauptmann drängt auf rasche Detailplanungen, damit auch die umfassenden Behördenverfahren möglichst bald starten können

Eine „bedeutende Weichenstellung“ ist für Landeshauptmann Markus Wallner und Verkehrslandesrat Marco Tittler die heute, Mittwoch (11. November) erfolgte Trassenentscheidung der ASFINAG im Projekt S 18 Bodensee Schnellstraße. Nach eingehender Prüfung und Abwägung aller Untersuchungsergebnisse legte sich die ASFINAG auf die Umsetzung der sogenannten CP-Variante fest. Diese sieht die Ostumfahrung Lustenaus von der Anschlussstelle Dornbirn Süd bis St. Margrethen vor. Damit sei das nächste wichtige Etappenziel erreicht, so Wallner und Tittler. Klar sei, dass bei der CP-Variante die Interessen Lustenaus berücksichtigt werden müssen.

„Das Projekt hat allerhöchste Priorität“, stellt der Landeshauptmann klar. Etwa 40.000 Bewohnerinnen und Bewohner im Unteren Rheintal werden durch das Schlüsselprojekt künftig vom Verkehr entlastet. Für täglich rund 6.000 Pendlerinnen und Pendler entsteht eine effiziente und sichere Straßenverbindung in Richtung Schweiz und Liechtenstein.

Variantenentscheidung gefallen
Die getroffene Variantenentscheidung begründet die ASFINAG als Projektwerberin damit, dass die Ostumfahrung von Lustenau die geringsten Auswirkungen auf Natur, Ökologie und Schutzgebiete hat und das Projekt damit die größte Chance auf rechtliche Genehmigungsfähigkeit besitzt. Die 8,5 Kilometer lange CP-Variante sieht einen Trassenverlauf vom Absprungpunkt Dornbirn-Süd über eine Ostumfahrung Lustenaus bis zum Schweizer Ried mit Übergang in die Schweiz zum Knoten St. Margrethen vor. Die ASFINAG geht mit Planungsstand heute von derzeit zu erwartenden Gesamtkosten in der Größenordnung von 1,3 bis 1,5 Milliarden Euro aus.

„Mit der Trassenentscheidung haben ASFINAG und Bund ein starkes Signal und Bekenntnis zur S 18 abgegeben“, freut sich Landesrat Tittler und verdeutlicht die Dringlichkeit der Bodensee Schnellstraße. „Die S 18 ist notwendig, damit die Verkehrsinfrastruktur der gesellschaftlichen wie auch wirtschaftlichen Realität im stark vernetzten Rheintal und gesamten Bodenseeraum endlich gerecht wird.“ Schnelle und sichere Verkehrswege wären gerade für ein exportorientiertes Land wie Vorarlberg ein entscheidender Standortfaktor, so der zuständige Verkehrsreferent.

Für detaillierte Informationen werden sich Landeshauptmann Wallner und Landesrat Tittler in den nächsten Wochen mit ASFINAG-Vertretern zu einem Arbeitsgespräch treffen. „Entscheidend wird nämlich die genaue bauliche Ausgestaltung der S 18 sein“, so Tittler. „Bei der konkreten Einreichplanung gilt es Sorge zu tragen, dass das Projekt die Umweltauswirkungen nicht nur im Hinblick auf die Natur, sondern auch auf die Anrainerinnen und Anrainer im Nahbereich der Trasse minimiert.“

Weitere Vorgehensweise
In den nächsten Planungsschritten konkretisiert die ASFINAG die Details zur baulichen Ausführung. Das betrifft Tunnel, Tieflagen, Wannen und die notwendigen Maßnahmen zum Schutz von Bevölkerung und Naturgebieten.


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