Wir geben Diskriminierung keine Chance!

VP-Grüne-Landtagsinitiative ist ein klares Zeichen gegen jegliche Form der Diskriminierung

„Diskriminierung hat viele Facetten und kennt keine Grenzen“, verweist die VP-Abgeordnete Gabriele Graf einerseits auf das aktuelle Gerichtsurteil in Minneapolis zum gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd, das weltweit für Schlagzeilen sorgte. Auf der anderen Seite erinnert sie an zerstörte Regenbogenfahnen, die auch in Vorarlberg intensiv diskutiert werden.

Die Regierungsparteien Volkspartei und Grüne sprechen sich in ihrem Arbeitsprogramm „Unser Vorarlberg – chancenreich und nachhaltig 2019-2024“ klar gegen jegliche Form von Diskriminierung aus. „Das in Österreich geltende Gleichbehandlungsgebot legt fest, dass kein Mensch aufgrund von Geschlecht, Alter, ethnischer Zugehörigkeit, Religion oder Weltanschauung, sexueller Orientierung oder Behinderung benachteiligt werden darf. Verschiedenste Formen der Alltagsdiskriminierung machen jedoch deutlich, dass Gesetze allein bestehende Vorurteile in den Köpfen der Menschen nicht verschwinden lassen. Es ist deshalb der richtige Zeitpunkt, ein Zeichen zu setzen und öffentlich vehement gegen Diskriminierung einzustehen“, betonen die beiden VP-Abgeordneten Gabriele Graf und Christina Metzler und verweisen auf eine Landtagsinitiative der Regierungsfraktionen, die sich zum Ziel gesetzt hat, gegen jegliche Form der Diskriminierung einzutreten.

Metzler verweist auf vielfältige Formen der Alltagsdiskriminierung, denen offensiv entgegengetreten werden soll: Etliche Menschen berichten auch in Vorarlberg von Diskriminierung während der Ausbildung, am Arbeitsplatz, aber auch bei der Wohnungssuche, im öffentlichen Raum sowie in der Freizeit. „Egal ob Rassismus, Homophobie, Frauenfeindlichkeit, Behindertenfeindlichkeit oder andere Arten von Diskriminierung - all dies darf in einer Gesellschaft im 21. Jahrhundert keinen Platz mehr haben!“, so Metzler. Konkret sollen etwa die bestehenden Beratungsangebote im Bereich der Antidiskriminierung - unter Einbindung des Landes-Volksanwalts - zu einer niederschwelligen, leicht zugänglichen Anti-Diskriminierungsstelle weiterentwickelt werden: „Alle Menschen, die Diskriminierung erfahren, sollen wissen an wen sie sich wenden können, um Hilfe zu bekommen“, erläutert LAbg. Gabriele Graf.

Gabriele Graf und Christina Metzler fordern in diesem Zusammenhang auch einen Schulterschluss der Vorarlberger Politik. „Es sollte unter allen im Landtag vertretenen Parteien Einverständnis herrschen, dass jegliche Form der Diskriminierung in Vorarlberg keinen Raum hat. Die Politik hat hier eine Vorbildwirkung. Nur gemeinsam können wir für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft eintreten und die richtigen Maßnahmen setzen.“

Foto: Vorarlberger Volkspartei


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