Zahlen überraschen selbst Bildungsexperten

Positiv überrascht zeigt sich VP-Bildungssprecherin Veronika Marte von den heute präsentierten Zahlen zu der vom Bildungsministerium erstmals ins Leben gerufenen Summerschool. „Die Experten haben mit 450 bis 500 Schülern in Vorarlberg gerechnet, angemeldet wurden nun aber 1560. Auf Grund dieses Ansturms mussten mehr Standorte, viel mehr Lehrpersonen und PH-Studenten organisiert werden. All das ist der Bildungsdirektion rasch und gut gelungen.“

110 Lehrpersonen und 50 Studierende werden an 39 Standorten zwei Wochen vor Schulbeginn vor allem Schüler unterrichten, die Deutsch-Defizite aufweisen oder in einem Fach wackelten. Besonders angesprochen sind jene Schüler, die während des Lockdowns nicht erreicht werden konnten. „Es ist ein wichtiger Schritt in Sachen Bildungsgerechtigkeit, dass jene Kinder nun die Chance bekommen, Versäumtes aufzuholen und das in professioneller Begleitung. Aus meiner Sicht ist die Summerschool ein Modell, welches das Potenzial hat, in Zukunft jeden Sommer angeboten zu werden“, so Marte abschließend.

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LR Gantner: Treffen in Wien zum Start eines breiten fachlichen Austausches

Landesrat Christian Gantner begrüßt die offene Diskussion anlässlich des gestrigen (Montag, 6. Juli) Tiertransportgipfels mit rund 40 Fachleuten und Vertretern des Bundes, der Länder, der Kammern und Organisationen im Gesundheitsministerium in Wien. Dieses gemeinsame Gespräch ist der Start eines breiten Austausches zum Thema Tiertransporte und zur Weiterentwicklung der Standards in diesem Bereich.

Was alle eint, war die Tatsache, dass das Tierwohl allen ein großes Anliegen ist. Festzuhalten ist auch, dass dem Tierwohl und auch der Reduktion der Tiertransporte durch eine bessere Vermarktung regionaler landwirtschaftlicher Produkte im Land in sämtlichen Regierungsprogrammen auf Bundes- und Landesebene großes Augenmerk geschenkt wird. Hier gilt es in den zuständigen politischen Gremien auf Grundlage dieses Konsenses nun weitere konkrete Schritte zu setzen.

Österreich ist bereits jetzt Vorzeigeschüler in Sachen Tierwohl innerhalb der EU. Wenn Tierwohlstandards in Österreich erhöht werden, dann muss dies auch in der gesamten EU erfolgen. Nicht dass es dadurch zu Tiertransporten kommt, weil anderswo billiger produziert wird und im selben Zug Billigfleich nach Österreich kommt. „Unseren Tieren ist nicht geholfen, wenn wir hohe Tierwohlstandards haben und sie genau aus diesen Gründen woanders bei niedrigeren Standards gehalten werden. Unser Ziel muss es sein, dass das Wienerschnitzel auch in Zukunft seinen Namen verdient und nicht zum Ammenmärchen wird“, betont Landesrat Gantner.

Gleichzeitig zu den Tierwohlstandards muss es Marktordnungsgesetze geben, die auch den Import von solchen Produkten verbieten (z.B. Käfigeier). Wichtig ist laut Landesrat Gantner weiters – entsprechend den Konsumentenwünschen nach Versorgungssicherheit durch unsere Landwirte, mehr Regionalität, Tierwohl und naturnahe Produktion –, den Heimmarkt zu stärken, eine klare und kontrollierte Produktions- und Herkunftskennzeichnung der Lebensmittel sowie der Vorrang von regionalen Produkten bei der Beschaffung auf Ebene von Bund und Ländern.

Zudem soll auf Bundesebene eine zentrale Stelle eingerichtet werden, welche die Transportvoraussetzungen für Langstreckentransporte einheitlich prüft und verbindliche Grundlagen für die Entscheidungen der Veterinärbehörden in Österreich schafft. Damit soll gewährleistet werden, dass die Veterinärbehörden in den Bundesländern nicht unterschiedlich entscheiden (z.B. Prüfung der Kontrollstellen, Bestimmung der Temperaturverhältnisse).

Im Hinblick auf die „Weideschlachtung“ war Vorarlberg das zweite Bundesland, das diese Schlachtmöglichkeit zugelassen hat. Das Gesundheitsministerium hat im Jahr 2019 mit Erlass festgelegt, dass eine mobile Schlachtung nur als Erweiterung zu einem zugelassenen Schlachtbetrieb erfolgen kann. „Eine weitere Liberalisierung der ‚Weideschlachtung‘ steht derzeit bundesseits noch aus und wird vom Land Vorarlberg weiterhin gefordert“, erklärt Landesrat Gantner.

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LH Wallner und LR Tittler präsentierten umfassendes 70-Millionen-Euro-Impulsprogramm

Die Corona-Pandemie und die zur Bekämpfung des Virus nötigen Maßnahmen haben auch Vorarlberg hart getroffen. Nach dem Ende der Intensivphase des Shutdowns gilt es nun möglichst schnell und effektiv das Wiederhochfahren zu unterstützen und strategische Weichenstellungen vorzunehmen, betonten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Marco Tittler im Pressefoyer am Dienstag, 7. Juli. Zur Stärkung der heimischen Wirtschaft wurde ein umfangreiches Vorarlberger Impulsprogramm auf die Beine gestellt mit dem Ziel, den Aufschwung zu unterstützen, den Arbeitsmarkt zu stärken und Anreize zu bieten, damit die Konjunktur wieder anzieht. Auch für andere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens, die durch die Corona-Pandemie massiv eingeschränkt worden sind, hat das Land verschiedene Förderpakete geschnürt. Alle zusammen sind mit rund 70 Millionen Euro aus Landesmitteln dotiert.

Insbesondere für die Wirtschaft entwickelt sich die Pandemie-Bekämpfung zu einem entscheidenden Standortfaktor, sagte Landeshauptmann Wallner: „Wir streben eine zukunftsfitte Ausrichtung des Wirtschaftsstandorts unter Berücksichtigung der neuen Erfahrungswerte der letzten Wochen an. Es geht darum, die heimische Wirtschaft beim Hochfahren bestmöglich zu unterstützen und wieder zu stabilisieren.“

Jugendbeschäftigung und Digitalisierung

Erste positive Anzeichen sind auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen, da die Zahlen der arbeitslos gemeldeten oder in Kurzarbeit befindlichen Personen in den letzten drei Monaten wieder gesunken sind. „Diesen Aufwärtstrend wollen wir jetzt mit aller Kraft weiterverfolgen“, so Wallner. Ein Schwerpunkt des Vorarlberger Impulsprogrammes gilt daher den Beschäftigungsmaßnahmen. Dafür stellt das Land zusätzlich zu den budgetierten neun Millionen Euro mindestens weitere drei Millionen Euro zur Verfügung. Besonderes Augenmerk gilt der Jugendbeschäftigung und dem Lehrstellenangebot. „Jugendliche dürfen nicht zu Verlierern der Krise werden. Wir halten an dem Bekenntnis fest, keinen jungen Menschen zurücklassen zu wollen“, bekräftigte Wallner.

Auch der Digitalisierungsschub, den die Corona-Krise – etwa mit HomeOffice und E-Learning – bewirkt hat, muss weiter forciert werden, so Wallner. Mit einem eigenen sieben Millionen Euro schweren Digitalisierungspaket soll der Schwung der digitalen Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Verwaltung genutzt und der Breitbandausbau weiter vorangetrieben werden. „Um das Potential voll ausschöpfen zu können und breite Partizipation zu ermöglichen, ist es wichtig, solche Projekte weiter voranzutreiben.“

Quelle: Land Vorarlberg 

Landesrat Tittler hob die Bedeutung von Investitionen in Bau und Infrastruktur hervor. Dafür sind im Rahmen des Impulsprogramms 15 Millionen Euro vorgesehen. „Unser Bauprogramm für Straßen- und Hochbau wird weiterhin hochgehalten, das Impulsprogramm stimuliert zustätzlich die Konjunktur“, sagte Tittler. Vor allem Sanierungs- und Instandhaltungsprojekte sollen mit großer Intensität umgesetzt werden, weil diese unmittelbar beschäftigungs- und konjunkturwirksam sind und dadurch regionale Wertschöpfungsketten gestärkt werden können.

Zusammen mit weiteren Sonderförderungen zur Bewältigung der Coronakrise – für den Tourismus, für die Familien, für die Land- und Forstwirtschaft sowie für Kunst- und Kulturschaffende – summiert sich das Impulsprogramm des Landes Vorarlberg auf 65 Millionen Euro. Ziel sei es, die Zukunftsfähigkeit und Krisenfestigkeit zu steigern – sowohl ökonomisch als auch ökologisch und sozial. Für die Umsetzung des Programms im heurigen und den kommenden beiden Jahren werde ein langer Atem notwendig sein.

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LR Rüscher: Leitfaden und Checklisten bringen Erleichterung bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen

Der vom Land Vorarlberg erstellte Leitfaden für Veranstalter sowie Besucherinnen und Besuchern von Veranstaltungen fasst in einem übersichtlichen Dokument grundsätzliche Überlegungen, Empfehlungen und Checklisten zusammen. „Ziel des Leitfadens ist es, mehr Sicherheit für Veranstalter, aber auch Besucherinnen und Besucher zu schaffen“, informiert Landesrätin Martina Rüscher: „Eigenverantwortliches Handeln steht in der jetzigen Zeit im Vordergrund – wir wollen mit dem Leitfaden eine Handlungsanleitung bieten, um die Veranstaltungsbranche zu unterstützen und eine sichere Veranstaltungsorganisation zu ermöglichen.“

Neben grundsätzlichen Überlegungen und Checklisten enthält der Leitfaden auch einen Überblick über die verpflichtenden Inhalte eines COVID-19-Präventionskonzeptes. Damit sollen Veranstalter unterstützt werden, um den bundesweit geltenden Anforderungen gerecht zu werden. Zudem wird ein Beispiel für ein COVID-19 Präventionskonzept zur Verfügung gestellt, welches als Orientierung für Veranstalter gelten soll. „Die Letztverantwortung für die Umsetzung des Präventionskonzeptes liegt jedoch beim Veranstalter“, erklärt Rüscher. „Wir möchten die Veranstaltungsbranche jedoch aktiv bei der Planung und Durchführung unterstützen.“

Abstand halten und Hände waschen

Ein Abschnitt des Leitfadens richtet sich insbesondere an Besucherinnen und Besucher. „Hier steht vor allem die Überlegung im Vordergrund, wie man sich am besten schützt, wenn man eine Veranstaltung besuchen möchte und welche Maßnahmen und Hygienerichtlinien empfohlen werden. Dazu zählt vor allem Abstand halten und regelmäßiges Händewaschen bzw. desinfizieren.“, erklärt Landesrätin Rüscher die einfachen Maßnahmen, die jeder Besucher und jede Besucherin befolgen sollte. Zudem sei wichtig, „unbedingt zu Hause zu bleiben, keine Veranstaltungen zu besuchen und so rasch wie möglich die 1450 zu kontaktieren, sollte man Grippesymptome verspüren“, appelliert Rüscher abschließend an die Eigenverantwortung der Bevölkerung.

Der Leitfaden ist unter www.vorarlberg.at/corona abrufbar.

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