Unser Vorarlberg – chancenreich und nachhaltig

Intensive ressortübergreifende Zusammenarbeit im Mittelpunkt des Arbeitsübereinkommens für die Jahre 2019 bis 2024

   „Unser Vorarlberg – chancenreich und nachhaltig“: So lautet das zentrale Motto des Arbeitsübereinkommens der künftigen Landesregierung für die Jahre 2019 bis 2024. Den Regierungspartnern ist bewusst, dass zahlreiche Herausforderungen auf Vorarlberg zukommen: Die Klimakrise erfordert einen grundlegenden Wandel in allen Bereichen der Gesellschaft. Die Digitalisierung stellt das bestehende Modell von Arbeit und Wirtschaft auf den Prüfstand. Das Älterwerden der Bevölkerung erfordert enorme Ressourcen in den Bereichen Gesundheit und Soziales. Dies alles verlangt eine noch intensivere ressortübergreifende Zusammenarbeit. Ebenso eine Standortoffensive, Bildung und Fachkräfteausbildung auf allen Ebenen, einen Dialog zwischen Wirtschaft und Umwelt der breit aufgestellt sein soll.  Klimaschutz und die Bemühungen, Vorarlberg zum chancenreichsten Land für Kinder zu machen, bedingen eine breite Kooperation in der Landesregierung über Zuständigkeiten und Ressortgrenzen hinweg. Markus Wallner und Johannes Rauch sprechen von einer „neuen Qualität der Zusammenarbeit, die einen fairen Ausgleich der Interessen ermöglicht“.

Das Regierungsprogramm sei Zeichen „einer neuen Qualität der Zusammenarbeit“, betonen Landeshauptmann Markus Wallner und Landesrat Johannes Rauch bei der Präsentation des Programms. „Die Herausforderungen der nächsten Jahre können und wollen wir nur gemeinsam bewältigen“, sagte Wallner. „Gemeinsam bedeutet auch den fairen Ausgleich zwischen den verschiedenen Interessen“, betonte auch Johannes Rauch. „Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander. Wir brauchen den gesellschaftlichen Dialog.“ Dieser Ausgleich der Interessen sei der schwarz-grünen Landesregierung in den vergangenen Jahren „im Wesentlichen gelungen“, findet Rauch. „Wir müssen ihn weiterhin suchen, in der Sache hart diskutieren, Argumente abwägen und dann einen gemeinsamen Weg finden.“ Das betreffe nicht nur die beiden Parteien, sondern die Gesellschaft insgesamt mit allen engagierten Vorarlbergerinnen und Vorarlbergern.

Folgende Leitprojekte der künftigen Landesregierung untermauern diesen Geist der Zusammenarbeit:

1) Vorarlberg soll das chancenreichste Land für Kinder werden

In der zweiten Hälfte der vergangenen Legislaturperiode wurde ein umfassender und breit getragener Prozess zur Entwicklung der Marke Vorarlberg von der Landeregierung initiiert. Die Marke Vorarlberg soll ein Wertedach darstellen, das nach innen Identität stiftet und Vorarlberg nach außen unverwechselbar macht. Es handelt sich dabei um ein Zukunftsprogramm, das dabei helfen soll, bestehende und künftige Herausforderungen zu bewältigen. Das Kapitel „Chancenreichstes Land für Kinder“ umfasst eine Vielzahl an Maßnahmen aus den Bereichen Gesundheit, Familie, Kinderbetreuung und Bildung. Konkret plant die Vorarlberger Landesregierung:

  • den Ausbau des Programms „Vorarlberg lässt kein Kind zurück“ mit landesweiten Präventionsmaßnahmen. Dieses Programm wurde in einzelnen Pilotkommunen und -regionen begonnen. Es gilt als Modell einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen den Bereichen Gesundheit, Bildung und Soziales. Ganzheitliche Entwicklungsförderung und Prävention in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen muss nachhaltig verankert und wirkungsvoll ausgestaltet werden.
  • Umsetzung des Projekts „Gesund Aufwachsen in Vorarlberg“ in Kindergärten und Volksschulen. Dadurch wird das Gesundheitsbewusstsein und Gesundheitsverhalten von Kindern im Alter zwischen drei und zehn Jahren sowie der Pädagoginnen und Pädagogen und Eltern nachhaltig unterstützt und gestärkt.
  • das Angebot eines gesunden, qualitativ hochwertigen Mittagessens für 3 Euro pro Tag in Kindergärten und Schulen
  • ein möglichst breites Angebot an Geldleistungen und Kinderbetreuung
  • mehr Stütz- und Begleitpersonal sowie administrative Unterstützung für Schulen
  • den Ausbau ganztägiger Schulformen
  • die Einrichtung von Familientreffpunkten
2) Strategiedialog „Wirtschaft & Umwelt“
3) Standortoffensive fokussiert auf Bildung und Fachkräfteausbildung auf allen Ebenen
4) Klimaschutz und Klimawandelanpassung
5) Campus Innovation und Campus der Regionalität
6) Gesundheit und Pflege
7) Leistbarer Wohnraum
8) Sicheres Vorarlberg

VP | Ressortverteilung neu

Markus Wallner

• Landeshauptmann

• Jugend & Familie

• Finanzen, Gebarung, Vermögen

• Europaangelegenheiten & Außenbeziehungen

• Katastrophenbekämpfung, Feuerpolizei, Hilfs- und Rettungswesen

• Personal & Regierungsdienste (inkl Zukunftsbüro)

Martina Rüscher

• Gesundheit & Sanitätsangelegenheiten

• Integrationshilfe

• Sucht & Sozialpsychiatrie

• Sport

Barbara Schöbi-Fink

• neu: Landesstatthalterin

• neu: Kultur

• neu: Kinderbetreuung

• Elementarpädagogik, Schule und Gesellschaft

• Wissenschaft & Weiterbildung

• Gesetzgebung

Marco Tittler

• Wirtschaft & Digitalisierung

• Wohnbau

• Raumplanung & Baurecht

• Verkehr & Straßenbau

• Hochbau

Christian Gantner

• neu: Tourismus

• Inneres & Sicherheit

• Asyl & Migration

• Landwirtschaft & ländlicher Raum

• Forstwesen

• Wasserwirtschaft

• Veterinärangelegenheiten

Grüne | Ressortverteilung neu

Johannes Rauch (Grüne)

• neu: Energie gesamt

• neu: Eisenbahninfrastruktur

• Umwelt & Klimaschutz, Klimawandelanpassung

• Öffentlicher Verkehr & Radwege gesamt

• Abfallwirtschaft

• Informatik

• Maschinenbau

Katharina Wiesflecker (Grüne)

• neu: Entwicklungszusammenarbeit

• Frauen & Gleichstellung

• Existenzsicherung

• Pflege & Betreuung, Seniorinnen und Senioren

• Kinder- und Jugendhilfe, inkl. unbegleitet minderjährige Flüchtlinge


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