Das Landesprojekt „Kinder.Essen.Körig“ wird nach der erfolgreichen Aufbauphase der vergangenen beiden Schuljahre gezielt weiter gestärkt und stabilisiert. Vor den anstehenden Semesterferien informieren Landeshauptmann Markus Wallner und Landwirtschaftslandesrat Christian Gantner gemeinsam mit Projektkoordinatorin Vera Kasparek über den aktuellen Stand. Im laufenden Schuljahr 2025/26 beteiligen sich erneut mehr Gemeinden, Verpfleger und Schulen am Projekt. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen wird im laufenden dritten Projektjahr voraussichtlich auf rund 900.000 steigen – im Vergleich zum Startjahr 2023/24 nahezu eine Verdoppelung. „‚Kinder.Essen.Körig‘ steht für hochwertige, regionale, biologische und leistbare Schulverpflegung. Gleichzeitig ist das Projekt ein starker wirtschaftlicher Impuls für unsere bäuerlichen Familienbetriebe – mit stabilen Absatzmengen, kurzen Transportwegen und echter regionaler Wertschöpfung“, so Wallner und Gantner.
„Kinder.Essen.Körig“ ist eines der Chancenprojekte des Zukunftsprogramms der Vorarlberger Landesregierung mit dem Ziel, gemäß der Vision der Marke Vorarlberg, unser Bundesland bis 2035 zum chancenreichsten Lebensraum für Kinder zu machen. Landeshauptmann Markus Wallner betont: „Das Angebot einer gesunden und leistbaren Schulverpflegung ist wichtig – für die Kinder, aber auch für Eltern und Gemeinden. Mit ‚Kinder.Essen.Körig‘ geht Vorarlberg hier erfolgreich voran. Es ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie Gesundheit, Bildung, Landwirtschaft und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden können. Gleichzeitig stärken wir damit ganz bewusst regionale Wertschöpfung und sichern langfristige Partnerschaften mit unseren bäuerlichen Betrieben.“
Das Projekt ist im Schuljahr 2023/24 mit reger Beteiligung gestartet und im darauffolgenden Jahr nochmals kräftig gewachsen. Die Zahl der ausgegebenen Mittagessen ist von rund 450.000 auf über 800.000 Mittagessen im zweiten Projektjahr gestiegen. Diese dynamische Entwicklung bedeutet nicht nur mehr gesunde Mahlzeiten für Kinder, sondern auch deutlich steigende Abnahmemengen für die heimische Landwirtschaft.
Nach dieser erfolgreichen Aufbauphase steht das laufende Schuljahr 2025/26 – und damit bereits das dritte Projektjahr – ganz im Zeichen der Stabilisierung und Qualitätssicherung. „Wir gehen diesen Schritt bewusst“, sagt Landeshauptmann Wallner. „Jetzt geht es darum, die bestehenden Strukturen zu festigen, die Datenlage sauber zu erheben und auszuwerten und auf dieser Basis die nächsten Entwicklungsschritte vorzubereiten – nicht aus dem Bauch heraus, sondern fundiert und nachhaltig.“ Stabilisierung bedeutet dabei auch Verlässlichkeit: stabile Lieferbeziehungen, planbare Mengen und eine solide Grundlage für die Weiterentwicklung regionaler Wertschöpfungsketten.
Um sicherzustellen, dass hochwertige Schulverpflegung für alle Familien zugänglich bleibt, gilt auch im Schuljahr 2025/26 ein Preisdeckel von maximal sieben Euro pro Mittagessen. „Für unsere Kinder wollen wir nicht das ‚billigste‘ Essen – wir wollen ein ‚köriges‘ Essen. Gute Lebensmittel haben einen Wert. Eltern sollen sich sicher sein können, dass ihr Kind ein warmes, gesundes und qualitativ hochwertiges Mittagessen bekommt. Und gleichzeitig tragen wir Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von unseren bäuerlichen Familienbetrieben über die Verarbeitung bis zu den Küchen. Qualität darf leistbar sein – aber sie darf nie auf Kosten jener gehen, die täglich mit viel Einsatz dafür arbeiten.“
Trotz Fokus auf Stabilisierung und Qualitätssicherung wächst das Projekt auch in dieser Phase weiter: Für das laufende Schuljahr 2025/26 haben wieder zwei neue Gemeinden einen Antrag gestellt, dadurch sind insgesamt schon mehr als 180 Bildungseinrichtungen am Projekt beteiligt. Bei der Antragsstellung wurden für das dritte Projektjahr mehr als 900.000 Mittagessen gemeldet – im Vergleich zum Startjahr eine Verdoppelung.