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Lohngerechtigkeit gehört auf die politische Agenda!

Veröffentlichunsdatum
10 Feber, 2026
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Frauen in Vorarlberg arbeiten 2026 statistisch gesehen 75 Tage unbezahlt

„Lohngerechtigkeit ist keine Randnotiz – sie ist eine Grundvoraussetzung für Gleichstellung und mehr Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft“, betont Julia Berchtold, Frauensprecherin der ÖVP Vorarlberg, anlässlich des Equal Pay Day 2026. Der Equal Pay Day markiert jenen Tag, bis zu dem Frauen statistisch gesehen arbeiten müssen, um das Einkommen der Männer des Vorjahres zu erreichen. Laut Berechnung von Business & Professional Women liegt der geschlechtsspezifische Einkommensunterschied in Österreich aktuell bei 11,5 Prozent. Für Vorarlberg ergibt sich ein noch späteres Datum: bei uns fällt der Equal Pay Day auf den 16. März – das bedeutet 75 Tage unbezahlte Arbeit, weil die Einkommensschere in Vorarlberg um 20,5 Prozent auseinandergeht. „Diese Zahl ist ein klarer Handlungsauftrag“, sagt Berchtold. Für sie steht fest: „Es braucht gezielte Maßnahmen, damit Frauen den gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit erhalten – und zwar in jedem Beruf und jeder Branche.“

Drei Hebel für mehr Fairness

Die VP-Frauensprecherin sieht drei zentrale Stellschrauben:

  • Berufswahl stärken: „Mädchen sollen in allen Bereichen die gleichen Chancen haben – auch in technischen und gut bezahlten Berufen. Hier braucht es frühzeitige Orientierung, Vorbilder und praxisnahe Angebote.“
  • Lohntransparenz erhöhen: „Nur wer vergleichen kann, kann Ungleichheit erkennen. Die EU-Richtlinie zur Lohntransparenz muss rasch und wirksam umgesetzt werden. Unternehmen sollen verpflichtet sein, ihre Gehaltsstrukturen offenzulegen.“
  • Partnerschaftliche Familienmodelle fördern: „Eine gerechte Aufteilung von Erziehungs- und Care-Arbeit ist Grundbedingung, damit Frauen schneller und besser in den Beruf zurückkehren können.“

Lohngerechtigkeit ist laut Berchtold nicht nur eine Frage des Einkommens, sondern der gesellschaftlichen Wertschätzung: „Wir müssen Arbeit, die Frauen leisten fair bewerten. Alles andere können wir uns als moderne Gesellschaft nicht leisten.“

Vorarlberg geht vor.