Der öffentliche Personennahverkehr ist ein zentraler Baustein für nachhaltige Mobilität, hohe Lebensqualität und einen starken Wirtschaftsstandort in Vorarlberg. Damit Bus und Bahn auch künftig verlässlich und leistbar bleiben, wollen die beiden Verkehrssprecher Clemens Ender (VP) und Klubobmann Markus Klien (FP) mögliche zusätzliche Einnahmequellen prüfen lassen. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie öffentliche Linienbusse stärker als Werbeträger genutzt werden können: Ein Blick in unsere Nachbarschaft zeigt auf, dass sowohl in Liechtenstein als auch in der Schweiz und in Deutschland Busse mit Werbebotschaften etabliert sind. Wir sind der Meinung, dass wir auch Vorarlberger Unternehmen die Möglichkeit bieten sollten, auf Linienbussen des Vorarlberger Verkehrsverbundes zu werben, erläutern die beiden Abgeordneten die nun vorliegende Landtagsinitiative.
Zusätzliche Finanzierung
Land und Gemeinden stehen bei der Finanzierung des öffentlichen Verkehrs vor wachsenden Herausforderungen. Steigende Kosten in vielen Bereichen der öffentlichen Daseinsvorsorge erhöhen den Druck auf die öffentlichen Haushalte. Gerade die Gemeinden leisten einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung des öffentlichen Personennahverkehrs und sind daher von der Kostenentwicklung besonders betroffen. Rund 170 Millionen Euro fließen aktuell in das Angebot des ÖPNV im Land. Aufgrund der günstigen Tarife kann nur ein Teil der Gesamtausgaben über Beiträge der Fahrgäste finanziert werden. 52 Millionen Euro kommen daher aus dem Landesbudget eine vergleichbare Summe wird über die regionalen Verkehrsverbünde von den Gemeinden finanziert.
Wir wollen den öffentlichen Verkehr weiter stärken. Deshalb ist es sinnvoll, bestehende Finanzierungsmodelle laufend zu überprüfen und dort zusätzliche Einnahmen zu erschließen, wo das möglich und sinnvoll ist, erklärt VP-Verkehrssprecher Clemens Ender. Unser gemeinsames Ziel ist es, die ÖPNV-Finanzierung weiter zu optimieren. Wenn wir dazu Einnahmen über Außen- und Innenwerbung auf der eingesetzten Busflotte erzielen können, dann entlasten wir die Haushalte des Landes und der Gemeinden und letztendlich auch die Steuerzahler, verweist FPÖ-Verkehrssprecher KO Klien auf die Vorteile entsprechender Werbemöglichkeiten.
Ender und Klien verweisen zudem darauf, dass Veranstaltungshinweise bereits seit Jahren in Vorarlberger Zügen und Bussen beworben werden: Werbung im öffentlichen Verkehr funktioniert. Nun gilt es, das Potenzial im Sinne der Fahrgäste, aber auch im Sinne der öffentlichen Hand weiter zu optimieren.