Im morgigen Volkswirtschaftlichen Ausschuss stehen zwei zentrale Zukunftsthemen im Mittelpunkt: die Kreislaufwirtschaft und die Weiterentwicklung der Lehrausbildung. Beide Bereiche zeigen, worum es in der politischen Arbeit konkret geht: Ressourcen verantwortungsvoll nutzen, Betriebe stärken und jungen Menschen gute Perspektiven eröffnen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der textilen Kreislaufwirtschaft. Die Textilbranche in Vorarlberg, in Europa und weltweit befindet sich mitten in einem tiefgreifenden Wandel. Fast Fashion, Billigst-Importe aus China und ein immer höherer Ressourcenverbrauch setzen etablierte Produzenten zunehmend unter Druck. Gleichzeitig werden viele Kleidungsstücke nur kurz getragen oder sogar ungenutzt entsorgt. Vorarlberg hat die Chance, im Bereich der textilen Kreislaufwirtschaft eine echte Vorreiterrolle einzunehmen. Der vorliegende All-Parteien-Antrag setzt sich dafür ein, dass künftig mehr Alttextilien im Land gesammelt, weiterverarbeitet und recycelt werden, betont VP-Klubobfrau Veronika Marte.
Gerade Textilien bieten aufgrund ihrer Recyclingfähigkeit großes Potenzial für funktionierende Kreisläufe. Ziel müsse es sein, Wertstoffe länger im System zu halten, Abfall zu vermeiden und regionale Lösungen zu stärken. Kreislaufwirtschaft ist nicht nur ein Umweltthema, sondern auch eine Frage von Innovation, Standortpolitik und Verantwortung gegenüber kommenden Generationen, so Marte.
Lehre Im Fokus
Ein weiterer Schwerpunkt im Volkswirtschaftlichen Ausschuss ist die Lehre. Für die Vorarlberger Volkspartei bleibt sie eine tragende Säule des Bildungs- und Wirtschaftsstandorts. Sie verbindet praxisnahe Ausbildung mit konkreten Berufschancen und sichert damit jungen Menschen wie auch Betrieben verlässliche Perspektiven. Die Anforderungen in vielen Berufsfeldern ändern sich rapide. Umso wichtiger ist es, darauf entsprechend zu reagieren. Nur so können wir die Lehre weiter stärken, erläutert Marte. Gemeinsam mit Partnern und Expertinnen und Experten aus Gesellschaft und Wirtschaft sollen bestehende Standards hinterfragt und weiterentwickelt werden. Dabei gehe es nicht um einen Bruch mit bewährten Strukturen, sondern um gezielte Weiterentwicklung: Es geht nicht darum, die Ausbildungswege neu zu erfinden, sondern darum, Bestehendes besser zu machen und neue Entwicklungen aufzugreifen, definiert Klubobfrau Marte den Prozess.
Im anschließenden Landwirtschaftsausschuss unter der Leitung von VP-Abgeordnetem Bernhard Feuerstein wird der Leiter der Veterinärabteilung, Norbert Greber, über die aktuelle Situation beim Thema TBC berichten. Darüber hinaus wird Landesvolksanwalt Klaus Feurstein seinen Tätigkeitsbericht für das Jahr 2025 präsentieren.