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Wichtige Weichenstellungen für das Untere Rheintal

Veröffentlichunsdatum
17 Juni, 2026
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Das untere Rheintal ist einer der stärksten Wirtschafts- und Lebensräume Vorarlbergs. Besonders im Gebiet zwischen Lauterach, Wolfurt und Dornbirn Nord treffen Betriebsentwicklung, Pendlerverkehr, internationaler Güterverkehr und die Mobilität der Bevölkerung auf engem Raum zusammen. VP-Mobilitätssprecher LAbg. Clemens Ender und die Lauteracher Landtagsabgeordnete Christina Hörburger wenden sich in Form einer Landtagsanfrage an Landesstatthalter Christof Bitschi. Sie erwarten sich detaillierte Antworten, wie die Landesregierung auf die Verkehrsentwicklung in diesem urbanen Raum reagieren wird.

„Das untere Rheintal leistet enorm viel für den Wirtschaftsstandort Vorarlberg. Viele Menschen arbeiten hier, viele Betriebe schaffen hier Wertschöpfung und Arbeitsplätze. Genau deshalb braucht diese Region eine Verkehrsinfrastruktur, die mit der Entwicklung Schritt hält“, betont VP-Verkehrssprecher Clemens Ender. Die angekündigten Investitionen von Bund, ÖBB und ASFINAG seien ein wichtiges Signal. Entscheidend sei nun aber, wie rasch und konkret die Projekte umgesetzt werden.

Mit dem aktuellen Mobilitätspaket wurden Investitionen von rund 1,085 Milliarden Euro bis 2031 angekündigt. Rund 550 Millionen Euro sollen in das Vorarlberger Autobahnnetz fließen, weitere rund 530 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung der Bahninfrastruktur. „Diese Summen zeigen, dass Vorarlberg ernst genommen wird. Für die Menschen in Lauterach, Wolfurt, Dornbirn und den umliegenden Gemeinden zählt aber am Ende, ob Stau reduziert, Verkehr sicherer gemacht und Lebensqualität verbessert wird“, so Ender und Hörburger.

Im Zentrum der Landtagsanfrage stehen daher konkrete Maßnahmen für das Betriebsgebiet zwischen Lauterach, Wolfurt und Dornbirn Nord, der aktuelle Stand eines möglichen Vollanschlusses im Bereich Wolfurt/Lauterach, Verbesserungen beim Kreisverkehr Dornbirn Nord sowie die künftige Gestaltung der Achkreuzung in Lauterach. Diese gilt als einer der meistbelasteten Verkehrsknotenpunkte des Landes. „Die Achkreuzung ist für Lauterach ein täglicher Belastungspunkt. Nach dem angekündigten Abbruch des Gasthauses Bären muss jetzt klar sein, welche Varianten geprüft werden, welche Lösung das Land bevorzugt und wann die Bevölkerung mit einer spürbaren Verbesserung rechnen kann“, erklärt Christina Hörburger. Besonders wichtig sei dabei die Verkehrssicherheit für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer. „Wer Verkehr neu denkt, muss alle Verkehrsteilnehmenden im Blick haben. Sichere Wege, bessere Übersicht und ein geordneter Verkehrsfluss bringen konkrete Entlastung im Alltag.“

Weitere Fragen betreffen die geplante Verkehrsbeeinflussungsanlage auf der A14, mögliche zusätzliche Fahrspuren an neuralgischen Stellen, die Prüfung von Unterflurführungen oder Einhausungen im Bereich Güterbahnhof Wolfurt bis Pfändertunnel sowie den aktuellen Stand des UVP-Verfahrens zur S18. Auch die Unterflurtrasse zwischen Wolfurt und Lochau, der Ausbau der Bahninfrastruktur und die Stärkung des Güterbahnhofs Wolfurt als zentrale Drehscheibe für die Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene werden thematisiert.

Ender und Hörburger betonen abschließend, dass die angekündigten Investitionen eine große Chance für Vorarlberg darstellen. Diese Chance müsse nun mit klaren Prioritäten, nachvollziehbaren Zeitplänen und enger Einbindung der betroffenen Gemeinden genutzt werden. „Die Menschen erwarten zu Recht konkrete Antworten. Genau diese Klarheit wollen wir mit unserer Anfrage schaffen“, so Ender und Hörburger.

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