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Wie steht es um die Endometriose-Versorgung in Vorarlberg?

Veröffentlichunsdatum
18 Juni, 2026
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Endometriose zählt zu den häufigsten chronischen Erkrankungen von Frauen im gebärfähigen Alter. Schätzungen zufolge ist rund jede zehnte Frau betroffen. Die Erkrankung kann mit starken Schmerzen, erheblichen Einschränkungen im Alltag sowie Fruchtbarkeitsproblemen verbunden sein. Dennoch vergehen zwischen den ersten Beschwerden und einer klaren Diagnose oft viele Jahre. VP-Gesundheitssprecherin LAbg. Julia Berchtold nimmt dies zum Anlass, die aktuelle Versorgungssituation in Vorarlberg genauer in den Blick zu nehmen. „Endometriose ist für viele Frauen eine enorme Belastung. Umso wichtiger ist es, dass Betroffene ernst genommen werden, rasch Klarheit erhalten und Zugang zu einer hochwertigen medizinischen Versorgung haben“, betont Berchtold. Gerade weil die Symptome sehr unterschiedlich sein können und die Behandlung oft komplex ist, brauche es Erfahrung, Spezialisierung und eine enge Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen.

Mit dem Landeskrankenhaus Feldkirch verfügt Vorarlberg über ein zertifiziertes Endometriosezentrum. Dort wird spezialisiertes Wissen gebündelt und eine qualitätsgesicherte Versorgung angeboten. „Bei komplexen Erkrankungen zeigt sich besonders deutlich, wie wichtig Kompetenzzentren sind. Sie sichern Behandlungsqualität, stärken die interdisziplinäre Zusammenarbeit und leisten einen wichtigen Beitrag zu Ausbildung, Wissenstransfer und medizinischer Weiterentwicklung“, so Berchtold.

Erstaunt zeigt sich Berchtold über die jüngsten Forderungen der Grünen im Rahmen ihres Pakets zu Frauengesundheit: „Sie fordern ein zertifiziertes Zentrum für Endometriose, obwohl es ein solches bereits in Feldkirch gibt.“

In ihrer Anfrage an Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher möchte Berchtold unter anderem wissen, wie sich die aktuelle Versorgungssituation von Endometriose-Patientinnen in Vorarlberg darstellt, wie viele Patientinnen in den vergangenen fünf Jahren am Endometriosezentrum Feldkirch behandelt wurden und wie sich diese Zahlen entwickelt haben. Ebenso fragt sie nach der Bedeutung spezialisierter Zentren, den Voraussetzungen für Zertifizierung und Rezertifizierung sowie nach dem aktuellen Personalstand am Standort Feldkirch.

„Unser Ziel muss sein, die hohe fachliche Qualität langfristig abzusichern und die Versorgung für betroffene Frauen weiterzuentwickeln. Dazu gehört auch, regelmäßig hinzuschauen, wo wir stehen und welche Maßnahmen für die Zukunft notwendig sind“, erklärt Berchtold abschließend.

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