Die geltende nächtliche Geschwindigkeitsbeschränkung von 60 km/h für Lastkraftwagen über 7,5 Tonnen auf Autobahnen soll an heutige technische und verkehrspolitische Rahmenbedingungen angepasst werden, ist VP-Klubobfrau Veronika Marte überzeugt. Sie spricht sich deshalb dafür aus, den sogenannten „Nacht-60er“ auf 80 km/h anzuheben. Ein entsprechender Antrag der Regierungsfraktionen wird morgen im Volkswirtschaftlichen Ausschuss des Vorarlberger Landtags debattiert werden.
„Die bestehende Regelung stammt aus einer Zeit, in der Fahrzeugtechnik und Lärmschutz noch auf einem völlig anderen Stand waren. Heute sind moderne Nutzfahrzeuge deutlich weiterentwickelt und entlang unserer hochrangigen Verkehrswege wurden umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt. Deshalb ist es richtig, bestehende Regelungen regelmäßig auf ihre Notwendigkeit und Wirkung zu überprüfen“, erklärt Marte.
Im Mittelpunkt der Initiative stehen Verkehrssicherheit, Lärmschutz und ein möglichst gleichmäßiger Verkehrsfluss. Nach Ansicht des VP-Landtagsklubs führt der große Geschwindigkeitsunterschied zwischen Lkw mit 60 km/h und schneller fahrenden Pkw gerade in der Nacht zu zusätzlichen Überholvorgängen und erschwert die Einschätzung von Verkehrssituationen. Eine Anhebung auf 80 km/h soll diese Unterschiede reduzieren und zu einem homogeneren Verkehrsfluss beitragen.
Auch die Arbeitsbedingungen der Lenkerinnen und Lenker sollen bei der Neubewertung berücksichtigt werden. Lange Nachtfahrten bei niedriger Geschwindigkeit können monotone Fahrsituationen verstärken. „Sicherheit muss bei jeder Änderung an erster Stelle stehen. Deshalb wollen wir keine pauschale Lockerung ohne Prüfung, sondern eine sachliche Neubewertung auf Basis des heutigen Stands der Technik und aktueller Erkenntnisse“, so Marte.
Leistungsschau der Vorarlberger Landwirtschaft
Im Landwirtschaftlichen Ausschuss unter der Leitung von Landtagsabgeordneten Bernhard Feuerstein wird Landesrat Christian Gantner den Land- und Forstwirtschaftsbericht 2026 präsentieren. „Unsere bäuerlichen Familienbetriebe leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag für Vorarlberg. Sie sichern unsere Versorgung, schaffen regionale Wertschöpfung und tragen wesentlich dazu bei, dass unsere Regionen lebenswert bleiben“, betont VP-Klubobfrau Veronika Marte mit Blick auf den Land- und Forstwirtschaftsberichts 2026.
Der Bericht dokumentiert die Entwicklung der Vorarlberger Land- und Forstwirtschaft in den Jahren 2023 bis 2025 und macht sichtbar, wie vielfältig ihre Leistungen für das Land sind. „Unsere Land- und Forstwirtschaft steht für weit mehr als hochwertige Lebensmittel und den nachwachsenden Rohstoff Holz. Sie pflegt unsere Kulturlandschaft, erhält wichtige Lebensräume, sichert die vielfältigen Funktionen unserer Wälder und stärkt die regionale Wirtschaft. Diese Leistungen verdienen Anerkennung und verlässliche Rahmenbedingungen“, so Marte.