Pflegelehre muss rasch Realität werden

Bund muss endlich die Weichen für diesen Ausbildungszweig stellen

Der aktuelle Mangel an Pflegekräften im Land ist für VP-Sozialsprecherin Heidi Schuster-Burda einmal mehr Anlass, auf die Einführung der Pflegelehre zu drängen: „Unser Ziel muss es sein, möglichst viele Menschen für den Pflegeberuf zu begeistern. Daher ist es von essentieller Bedeutung, dass es eine breite Palette an Zugängen in dieses Berufsfeld gibt. Ein zentrales Element muss in Zukunft die Lehrausbildung zur Pflegefachassistenz sein!“

Schuster-Burda wertet gesperrte Pflegebetten auf Grund von Personalmangel in einzelnen Pflegeheimen als Alarmsignal: „Land und Gemeinden haben in den vergangenen Jahren viel Energie investiert, um eine entsprechende Pflegeinfrastruktur zu schaffen. Es ist deshalb mehr als bedenklich, dass ein Teil dieser Infrastruktur derzeit nicht zur Verfügung steht, weil uns das notwendige Personal fehlt!“

Der Schlüssel für eine Entspannung der Situation liegt für die Sozialsprecherin der Vorarlberger Volkspartei in der Fortführung der Ausbildungsoffensive: „Wir sind bei den Ausbildungsplätzen in Vorarlberg gut aufgestellt. Unser Problem ist es vielmehr, genügend Bewerberinnen und Bewerber für den Pflegeberuf zu begeistern. Ich verstehe deshalb nicht, wieso auf Bundesebene bis dato die notwendigen Voraussetzungen für eine Pflegelehre noch nicht geschaffen wurden. Hier müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, damit wir rasch mit der Etablierung dieses Ausbildungsweges in den Heimen beginnen können“, betont Schuster-Burda. 10 Pflegeheime im Land haben ihre Bereitschaft erklärt, sobald die Möglichkeit besteht, Lehrlinge auszubilden. Sozialsprecherin Schuster-Burda verweist zudem auf unsere Schweizer Nachbarn: „Dort ist die Pflegelehre mittlerweile an zweiter Stelle im Ranking der Beliebtheit der Lehrausbildungen. Im Jahr 2020 haben allein rund 4500 Personen diese Ausbildung abgeschlossen.“

Foto: Vorarlberger Volkspartei


© 2022 Vorarlberger Volkspartei