Landesrat Gantner: „Voller Einsatz für mehr Regionalität am Teller“

Landesrat Gantner: „Voller Einsatz für mehr Regionalität am Teller“

„Die aktuellen Geschehnisse heben einmal mehr die Wichtigkeit der regionalen Versorgung hervor“, sagte Landesrat Christian Gantner zur Eröffnung der Gemeinschaftsverpflegertagung am Mittwoch, 18. Mai, in Hohenems. Als derzeitiger Vorsitzender der Landesagrarreferentenkonferenz begrüßte er die Initiative „Österreich isst regional“ des Landwirtschaftsministeriums. „Das österreichweite Projekt in Verbindungen mit unserer Landesinitiative ‚Vorarlberg am Teller‘ stärkt uns dabei, mehr Bewusstsein für heimische Lebensmittel zu schaffen und gibt der Vorarlberger Landwirtschaft eine große Chance, ihren Versorgungsauftrag wahrzunehmen“, zeigte sich Gantner erfreut über den gemeinsamen Austausch zum Thema „Regionaler Lebensmitteleinkauf in der öffentlichen Beschaffung“.

Über 70 interessierte Teilnehmende, darunter Küchenleitungen, Landwirte sowie Stakeholder aus Politik und Wirtschaft fanden sich zu der Veranstaltung im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems ein und nutzten die Gelegenheit intensiv zum regen Austausch und Vernetzen. „Unsere GemeinschaftsverpflegerInnen in Vorarlberg sind starke Partner der heimischen Landwirtschaft“, betonte Landesrat Gantner.

Servicestelle für öffentliche Beschaffung
Das Forum „Österreich isst regional“ unterstützt öffentliche Kantinen Lebensmittel regional zu beschaffen. Gemeinsam mit den Bundesländern wurde daher die Bundesbeschaffung GmbH beauftragt, das Projekt „Forum Österreich isst regional“ zu koordinieren und öffentliche Kantinen dabei zu unterstützen, Lebensmittel regionaler und saisonaler zu beschaffen. Zentrale Ziele dabei sind die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, die Unterstützung der Klimaziele, eine Implementierung innovativer Technologien sowie die Förderung österreichischer Tierschutz- und Produktionsstandards. Weitere Schwerpunkte des Forums sind unter anderem die regionale Menüplanung, Qualitäts- und Herkunftskennzeichnung, regionale Logistik sowie digitale Portale und Schnittstellen und Vergabemöglichkeiten. Zu diesen Themen werden auch Infoservices, Hilfestellungen und Leitfäden auf der zentralen Plattform zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Initiative werden verschiedenste Veranstaltungen wie Fachseminare, Marktdialoge und Konferenzen rund um das Thema nachhaltige öffentliche Beschaffung in ganz Österreich organisiert.

Herkunftskennzeichnung kommt
Landesrat Gantner zeigte sich erfreut, dass die verpflichtende Herkunftskennzeichnung der Hauptzutaten Milch, Fleisch und Ei in verarbeiteten Lebensmitteln und in der öffentlichen Gemeinschaftsverpflegung kommt. Damit werde eine lange Forderung der Bundesländer und der Landwirtschaftskammern umgesetzt. „Wir sind in der glücklichen Lage, dass unsere Bäuerinnen und Bauern tagtäglich regionale, saisonale Lebensmittel bester Qualität unter Einhaltung höchster Standards produzieren. Bisher ist es bei verarbeiteten Lebensmitteln aber auch in der Gemeinschaftsverpflegung nicht möglich, die Herkunft der Grundzutaten zu erkennen. Dies ändert sich jetzt“, so Gantner.

Die beiden Bundes-Verordnungen, die die Kennzeichnungen regeln, sind aktuell in Begutachtung. Nach der Notifikation bei der Europäischen Kommission soll die verpflichtende Herkunftskennzeichnung ab 2023 in Kraft treten. Wenn es in der öffentlichen Kantine Rindsgulasch gibt, muss in Zukunft am Menüplan gekennzeichnet sein, woher das Fleisch kommt. Im Supermarkt wird auf der Käseverpackung angegeben sein, woher die Milch kommt. Am Eiaufstrich wird ersichtlich, woher die Eier stammen. „Unsere heimischen Lebensmittel sind die besten und unsere Konsumentinnen und Konsumenten haben verdient zu wissen, was sie essen. Mit der geplanten Herkunftskennzeichnung haben sie die Möglichkeit, sich bewusst für heimische Produkte zu entscheiden“, so Landesrat Gantner.

Foto: Bernd Hofmeister


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