Hürden für lokalen Ökostrom beseitigen

Hürden für lokalen Ökostrom beseitigen

Die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energiegemeinschaften muss fortgeschrieben werden!

Im heutigen Umwelt- und Klimaschutzausschuss des Vorarlberger Landtages informierten Experten über die positiven Entwicklungen rund um die Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG). „Vor knapp einem Jahr sind die gesetzlichen Grundlagen für die Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) in Kraft getreten. Rund 100 Projekte sind seither in ganz Österreich verwirklicht worden. Laut E-Control sind 1000 EEG´s bundesweit in Planung“, berichtet VP-Klimasprecherin Christina Metzler von einer Erfolgsgeschichte am Energiemarkt. EEG´s sind lokale Zusammenschlüsse von Energieerzeugern, die einerseits für den Eigenbedarf produzieren und auf der anderen Seite überschüssigen Strom in das öffentliche Netz einspeisen und verkaufen.

In Vorarlberg begleitet die „ARGE Erneuerbare Energie Vorarlberg“ Privatpersonen, Unternehmen, aber auch Gemeinden bei der Gründung einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft. Konkret sind die Planungen derzeit in den Gemeinden Schnifis, Göfis, St. Anton i.M., Rankweil, Leiblachtal, Hohenems und Nenzing. „EEG´s haben nicht nur den Vorteil, dass Investitionen in die Hardware auf mehreren Schultern verteilt werden. EEG´s bieten ihren Mitgliedern auch finanzielle Vorteile, etwa im Bereich der Netzentgelte. Diese sind zwischen 28 und 57 Prozent günstiger als die regulären Tarife. Außerdem müssen EEG´s keinen Erneuerbaren Förderbeitrag und keine Elektrizitätsabgabe bezahlen“, informiert Metzler.

Leider sind mit der Gründung einer EEG einige rechtliche Hürden verbunden, die die vorhandene Dynamik bremsen. So muss jede EEG ein eigener Rechtskörper sein, mit allen  damit verbundenen Rechten und Pflichten. „Damit die bestehenden rechtlichen Vorschriften auch von Privatpersonen gut gemeistert werden können, wäre es sinnvoll, Interessenten vor allem in der Gründungsphase einer EEG professionell zu begleiten. Ziel muss es sein, den Zugang zu einer EEG möglichst niederschwellig zu gestalten, damit möglichst viele Bürgerinnen und Bürger Teil der Vorarlberger Energiewende werden können“, erläutert Metzler eine energiepolitische Zielsetzung, die sie gemeinsam mit dem Regierungspartner raschestmöglich umsetzen will. „Wir führen hier gerade Gespräche, wie wir diese notwendigen Vereinfachungen vorantreiben können. Auch das Serviceangebot im Land soll weiter verbessert werden. Wichtig ist, dass wir gemeinsam den Druck in Richtung Bund erhöhen, damit die Erfolgsgeschichte der EEG´s nicht von zu viel Bürokratie erstickt wird“, so Metzler abschließend.   


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