Frühstück | Ausschussvorschau: Wartezeiten transparent reduzieren

Im morgigen sozialpolitischen Ausschuss des Vorarlberger Landtags steht das Thema OP-Wartezeiten auf der Tagesordnung: „In den meisten medizinischen Fächern sind in Vorarlbergs Spitälern zeitnahe OP-Termine möglich. Allerdings sind in bestimmten Gebieten, etwa der Augenheilkunde, bei Endoprothesen sowie bei bestimmten Wirbelsäuleneingriffen überdurchschnittlich lange Wartezeiten zu verzeichnen. Grund für diese Wartezeiten sind oft Personalengpässe in der jeweiligen Abteilung“, erläutert VP-Klubobmann Roland Frühstück die aktuelle Situation.

Noch mehr Transparenz an den LKH´s

Frühstück betont, dass dieser Zustand nicht zufriedenstellend ist und dass Landesrätin Martina Rüscher deshalb die Krankenhausbetriebsgesellschaft beauftragt hat, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Wartezeiten zu reduzieren: „Es ist uns auch wichtig, dass diese Optimierungen möglichst transparent erfolgen und sie für den Patienten gut nachvollziehbar sind. Darüber hinaus werden wir uns bei der Bundesregierung dafür einzusetzen, dass das Krankenhaus-Qualitätsportal www.kliniksuche.at um weitere Leistungen und Qualitätsindikatoren weiterentwickelt wird, damit auch die Qualität der Eingriffe an den Landeskrankenhäusern für Patienten und Angehörige offengelegt wird,“ erläutert Frühstück die Inhalte der geplanten Ausschussvorlage der beiden Regierungsfraktionen.

Auch der niedergelassene Bereich ist gefordert

Der Neos-Antrag zur aktuellen Versorgungsituation bei den Kinderärzten im niedergelassenen Bereich ist ein weiteres Gesundheitsthema, das von den Abgeordneten im Ausschuss diskutiert werden wird. Klubobmann Frühstück setzt dabei auf ein Maßnahmenbündel, das zu einem besseren Angebot im niedergelassenen Bereich führen soll: „Wir werden die Österreichische Gesundheitskasse ersuchen, dafür Sorge zu tragen, dass zu den Versorgungszielen angepasste Maßnahmen entwickelt werden, um eine flächendeckende Versorgung mit Ärztinnen und Ärzte sicherzustellen. Zum einen brauchen wir attraktivere und flexiblere Kassenverträge, auf der anderen Seite sind die Sozialversicherungen und die Ärztekammer gefordert, Primärversorgungs- und Facharztzentren im Land zu etablieren und eine Offensive für nicht besetzte Kassenstellen zu starten“, sieht der Klubobmann den Ball primär bei den Vertretern der Selbstverwaltung. Erfreulich ist für Roland Frühstück, dass die Neos dieser Ausschussvorlage der Regierungsparteien voraussichtlich ihre Zustimmung erteilen werden.

Foto: ©Mauche Daniel


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