Sieber | Zwei Tiroler Ordensschwestern für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

Die beiden Tiroler Ordensschwester Marianne Stöger und Margit Pissarek, wurden für ihren Einsatz im Dienste Lepra-Kranker in Südkorea für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen.

„Sich für andere Personen einzusetzen, weil man sich den Mitmenschen durch Nächstenliebe verbunden und verpflichtet fühlt, ist eine der höchsten Tugenden,“ so Nationalrat Norbert Sieber, weshalb er sich gemeinsam mit den Abgeordneten Gudrun Kugler, Elisabeth Pfurtscheller, Hermann Gahr, sowie dem Europa-Abgeordneten Lukas Mandl dafür einsetzt, dass die Ordensschwestern Marianne Stöger und Margit Pissarek mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet werden. „Diese Aufopferungsbereitschaft selbst im Angesicht persönlich großer Gefahren ist heutzutage selten anzutreffen und gehört dementsprechend vor den Vorhang geholt,“ zeigt sich der Familiensprecher der Volkspartei überzeugt.

Die Anzahl der Lepra-Neuinfektionen ist in den letzten Jahren zurückgegangen, was auch auf Personen wie die beiden Ordensschwestern zurückzuführen ist, die sich aufopferungsvoll um Menschen gekümmert haben, für die sich niemand interessiert hat. Wie groß ihr Einsatz und Engagement war, zeigt sich alleine schon daran, dass mehr als eine Million Menschen in Südkorea den Wunsch nach einem Friedens-Nobelpreis unterstützen. Ohnehin sind die beiden Damen in Südkorea sehr bekannt und werden geradezu verehrt. Sie dürfen sich seit längerem Ehrenbürgerinnen Südkoreas nennen, ein Umstand, der bisher nur sehr wenigen Menschen zuteilwurde.

Das hat auch damit zu tun, dass Marianne Stöger und Margit Pissarek die Umstände der Erkrankten teilten, so schliefen sie ebenfalls auf Betonböden und pflegten Kinder wie Erwachsener gleichermaßen ohne Schutzkleidung oder Handschuhe, weil diese schlichtweg nicht vorhanden waren. Während sich Ärzte nicht einmal in die Nähe trauten, kümmerten sich die Ordensschwestern nicht nur um die geschundenen Körper, sondern auch um die Seelen der Betroffenen, die nach vielen Jahren endlich wieder Ansprechpartnerinnen und Zuneigung gefunden hatten. „Dieses mitmenschliche Engagement der Ordensschwestern ist ein strahlendes Beispiel von Aufopferungsbereitschaft, denn sie zeigt die höchste Stufe des menschlichen Seins, die Bereitschaft das eigene Leben für andere zu geben. Deshalb unterstütze ich die Nominierung aus vollen Herzen und schätze mich glücklich, einen kleinen Beitrag leisten zu dürfen,“ äußert sich Abgeordneter Sieber, um noch hinzuzufügen: „Ich wünsche den beiden alles erdenklich Gute und hoffe, dass sie für Ihren völkerverbindenden Einsatz mit dem Friedens-Nobelpreis ausgezeichnet werden, da wir mehr solche Vorbilder brauchen.“

„Bedauerlicherweise hat die SPÖ ihre Zustimmung in diesem wichtigen Punkt verweigert. Nach dem Ökostrom-Gesetz ein weiterer Fall bei dem das Parteiinteresse der SPÖ vor dem Staatsinteresse steht“, sagt Sieber abschließend.


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