Bauer und Biene sind ein gutes Team

Der „Tag der Biene“ am 20. Mai ist für VP-Landesrat Christian Gantner und VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein ein willkommener Anlass, die besondere Bedeutung der heimischen Kulturlandschaften als Lebensraum für die Bienen ins Rampenlicht zur rücken: „Rund 70.000 ha Grünland in Vorarlberg werden von den Bäuerinnen und Bauern bewirtschaftet. Dadurch wird den Bienen ein vielfältiges Nahrungsangebot zur Verfügung gestellt. Dies macht deutlich, wie wertvoll die Arbeit der Landwirte für den Erhalt der Bienen ist“.

Einen besonderen Beitrag für die Artenvielfalt in Vorarlberg leisten dabei die 7300 Hektar Biotop- und Streuwiesen. „Auch die Bewirtschaftung dieser Flächen bereitet den Bauern und Bäuerinnen viel Arbeit, ist aber für die Bienen essentiell. Die Viehwirtschaft mit ihrem Futterbedarf ist also der wichtigste Verbündete für die Artenvielfalt bei den Insekten in unserem Land,“ erläutert Landwirtschaftssprecher Feuerstein.

Über 90 Prozent der Vorarlberger Landwirtschaftsbetriebe nehmen freiwillig am Umweltprogramm ÖPUL teil. Dadurch nimmt unser Land im Bundesländervergleich den absoluten Spitzenplatz ein: „Mit 17,12 % Naturschutzflächen überschreiten wir den Österreichschnitt um das Vierfache. Das ÖPUL-Programm beinhaltet u. a. zusätzliche Vorgaben für Tierhaltung und Düngung, sowie einen verpflichtenden Anteil an Biodiversitätsflächen beim jeweiligen Hof“, so Landesrat Gantner weiter.

Ländle Honig ist sehr gefragt

Darüber hinaus erfreut sich zertifizierter Honig mit dem Ländle Gütesiegel seit einigen Jahren reger Nachfrage“, berichtet Feuerstein. Das freut die Imker und ist gut für die Bienen. Insbesondere das 3-G Herkunftsprinzip ist beim Ländle Honig einzuhalten: Gehalten, gesammelt und geschleudert in Vorarlberg. Die genau definierten Wertschöpfungsschritte und zusätzliche Qualitätsmerkmale, zeichnen Produkte mit dem Ländle Gütesiegel aus.

„Hinter der Honigproduktion steckt eine unglaubliche Arbeitsleistung“, verdeutlicht Bernhard Feuerstein: „Für ein Glas Honig (500 Gramm) müssen die Bienen etwa 40.000 Mal ausfliegen und legen dabei eine Strecke von rund 120.000 Kilometern zurück“. Im Vorarlberger Imkerverband sind derzeit rund 50 Vereine ca. 1.200 Imkerinnen und Imker organisiert, welche für ihre wichtige Tätigkeit vom Land Vorarlberg auf breiter Ebene unterstützt werden. Sie betreuen ca. 16.000 Bienenvölker. 40 Prozent der Jungimker sind Frauen.

Foto: mauche.at


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