Kinderbetreuung: Soziale Staffelung sichert den weiteren Ausbau

AMS Vorarlberg soll Förderpraxis für die AMS-Kinderbetreuungshilfe überarbeiten

Die heute von SPÖ, Neos und Industriellenvereinigung (IV) geäußerte Kritik an der Kinderbetreuung in Vorarlberg ist für VP-Klubobmann Roland Frühstück das Jammern auf sehr hohem Niveau: „Im vergangenen Jahr investierte allein das Land über 72 Millionen Euro in die Kinderbetreuung – um fast zwölf Prozent mehr als 2018! In 459 elementarpädagogischen Einrichtungen werden mehr als 16.500 Kinder qualitativ hochwertig betreut.“ Mit Blick auf die Wünsche der IV lädt Frühstück die Interessenvertretung der Industrie ein, ihre Mitglieder verstärkt darüber aufzuklären, dass private Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen vom Land Vorarlberg vergleichbar gefördert werden wie Städte und Gemeinden: „60 Prozent der Personalkosten werden von der öffentlichen Hand finanziert. Das halte ich auch für Unternehmen sehr attraktiv.“

Die von Seiten der SPÖ kritisierten Elternbeiträge sind aus Sicht von Klubobmann Frühstück ein wertvoller Beitrag zum weiteren Ausbau des Betreuungsangebots: „Ein Wegfall der Elternbeiträge hätte den Effekt, dass der Ausbau der Kinderbetreuung in vielen Gemeinden auf Grund ihrer aktuellen Finanzsituation gebremst würde. Ich halte dies für fahrlässig! Es ist zudem sozial gerecht, dass jene, die es sich leisten können, die öffentliche Kinderbetreuung mitfinanzieren“. Die vom Abgeordneten Ritsch ins Spiel gebrachten Maximalbeträge gelten für Klubobmann Frühstück nur in der Theorie: „Gerade für den Mittelstand sind die Elternbeiträge in Vorarlberg in der Regel leistbar.“

AMS-Kinderbetreuungshilfe reformieren

Die von Neos und SPÖ kritisierte Förderpraxis für die AMS-Kinderbetreuungshilfe gilt es aus Sicht von Roland Frühstück grundsätzlich zu überarbeiten: „Ich könnte mir vorstellen, das AMS gewährt die Kinderbetreuungshilfe länger. Auch eine Reduktion des Fördersatzes als Alternative zur völligen Streichung wäre für mich vorstellbar. Ziel muss es sein, den beruflichen Wiedereinstieg für beide Elternteile bestmöglich zu unterstützen.“ Der Klubobmann der Vorarlberger Volkspartei kündigt an, gemeinsam mit dem Regierungspartner im Finanzausschuss am kommenden Mittwoch eine entsprechende Ausschussvorlage einzubringen.

Foto: ©mauche.eu


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