„Schritte für beschleunigte LKW-Abfertigung zeigen Wirkung“

„LKW-Staus beträchtlich reduziert“ – Verkehrslandesrat ging in Anfragebeantwortung auf aktuelle Situation ein und sprach allen beteiligten Partnern seinen Dank aus


Zur Stauvermeidung rund um das Zollamt Wolfurt ist von Landesseite ein Bündel von Sofortmaßnahmen eingeleitet worden. Zu den Details und zum gemeinsamen Bemühen der involvierten Partner hat Verkehrslandesrat Marco Tittler am Dienstag (14. Juli) umfassend Auskunft gegeben. Tittler: „Die Schritte für eine beschleunigte LKW-Abfertigung zeigen Wirkung“. Für die Stauerscheinungen wären geänderte Abläufe und andere interne Umstellungen im Zusammenhang mit den Coronavirus-Beschränkungen verantwortlich gewesen. Durch die verschiedenen Maßnahmen hätten die LKW-Staus nunmehr aber beträchtlich reduziert werden können.


Die Anzahl der täglich abgefertigten LKW beim Zollamt Wolfurt liegt durchschnittlich bei rund 450 Fahrzeugen, an Spitzentagen sind es sogar bis zu 650. Zur Zeit der COVID-19-Beschränkungen sei dieses Aufkommen annähernd konstant geblieben, heißt es in der Anfragebeantwortung. Gleichzeitig seien in Folge der Coronakrise binnen kürzester Zeit geänderte Abläufe und Beschränkungen in Kraft getreten. Zusätzlich verschärft wurde die Situation in der Anfangsphase durch Engpässe bei der elektronischen Datenverarbeitung seitens des Ministeriums. So erhöhte sich die Abfertigungszeit pro LKW von den üblichen 25 bis 50 Minuten auf eineinhalb bis zwei Stunden. Dazu war die Autobahn-Halbanschlussstelle Wolfurt-Lauterach wegen Bauarbeiten vorübergehend für den LKW-Verkehr nur eingeschränkt passierbar bzw. gesperrt. Eine Zu- und Abfahrt war in dieser Zeit lediglich über die Autobahn-Anschlussstelle Dornbirn-Nord möglich.


Sofortmaßnahmen wirken


Um die Situation zu entschärfen wurde eine Task Force eingerichtet, die rasch kurzfristige Maßnahmen koordiniert und umgesetzt hat. Dabei sorgte neben der Wiedereröffnung der Zollschalter für den Parteienverkehr insbesondere die Ausweitung der Öffnungszeiten des Zollamts Wolfurt für eine spürbare Entlastung. In der Anfragebeantwortung legte Tittler auch die weiteren Maßnahmen offen:


- Verlängerte Einsatzzeiten des Security-Personals (Umsetzung Land)
- Errichtung einer LKW-Wartespur entlang der L 190 für eine geordnete Zufahrt zum Zollamtsplatz (Umsetzung Land)
- Anbringung von Leitgittern für einen geordneten Wartebereich für das LKW-Fahrpersonal (Umsetzung Land)
- Sanierungsauftrag für Toilettenanlage am Zollamtsplatz und Verdichtung des Reinigungsintervalls (Umsetzung Land)
- Anpassung des Abfertigungsablaufs durch Umstellung auf elektronische Übermittlung der Frachtpapiere an die Zollbehörde. Beseitigung von Zugangsbeschränkungen zu elektronischen Systemen (Umsetzung Speditionen, Zoll AT, Zoll CH)
- Verbesserte Situierung der Automaten zur Entrichtung der schweizerischen Schwerverkehrsabgabe und Erweiterung der Betriebszeiten (Umsetzung Zoll CH)
- Verbesserte Aufenthaltsqualität für Speditionsmitarbeitende (Umsetzung Verein Netzwerk Logistik (VNL))
- Schaffung der Möglichkeit einer Vorausdeklaration ab 16:00 Uhr (Umsetzung Zoll AT, Zoll CH, Speditionen)


Parallel wurden von Verkehrslandesrat Marco Tittler die Gespräche auf politischer Ebene sowie mit hochrangigen Verwaltungsmitarbeitenden von BMF und ÖBB weitergeführt, um auch mittelfristige Lösungen in Wolfurt voranzubringen. Darunter fallen weitere Optimierungen für die Abwicklungsprozesse oder das Laufzettelverfahren genauso wie erforderliche bauliche Maßnahmen, um Zollgebäude und Zollamtsplatz zu modernisieren. Diesbezüglich wird auch die Notwendigkeit von weiteren LKW-Stellflächen im Bereich Güterbahnhof Wolfurt, Hohe Brücke und Neuwiesen gesehen. „Es geht darum, einerseits den COVID-19-Herausforderungen zu begegnen und andererseits einen flüssigen grenzüberschreitenden Warenverkehr auch für die Zukunft sicherzustellen“, so Tittler.


Dank an Partner


Einen großen Dank spricht der Landesrat in diesem Zusammenhang allen beteiligten Partnern – den Speditionen, den Zollverwaltungen der Schweiz und Österreichs, der Exekutive, den ÖBB und dem Verein Netzwerk Logistik – aus. „Dass sich die Verkehrssituation im Umfeld wieder erheblich entspannt zeigt, ist dem guten Zusammenwirken zu verdanken“, so Tittler.

Foto: mauche.at


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