Kultur in Corona-Zeiten

Covidtaugliche Veranstaltungsformate als Signal für kulturelle Begegnungen

Die aktuelle Entwicklung und die steigenden Covid-19-Erkrankungen zwingen Kulturveranstalter sowie Künstlerinnen und Künstler Veranstaltungen zu hinterfragen bzw. diese auch abzusagen. Trotzdem ist der Hunger nach kulturellen Begegnungen gegeben und soll auch mit covidtauglichen Sicherheitsvorkehrungen ermöglich werden.

„Ich habe jedoch großes Verständnis, dass beispielsweise die „Bludenzer Tage zeitgemäßer Musik“ abgesagt werden müssen, da insbesondere die internationale Qualität dieses Festival mit den aktuellen Reisewarnungen nicht in Einklang zu bringen sind“, so VP-Kultursprecher Christoph Thoma, der an dieser Stelle festhält, dass der Kulturverein allerArt als Veranstalter dieses Festivals, Honorare für geleistete Probenarbeit oder Kompositionsaufträge ausbezahlt, die dann 2021 nachgeholt werden. „Wir können den Kulturbetrieb nur aufrechterhalten, wenn wir uns auch in dieser herausfordernden Zeit zur Kunstproduktion bekennen“, ergänzt Thoma.

Für den VP-Kultursprecher gelten die Empfehlungen der Bundes- und der Landesregierung. „Solange das Wetter mitspielt und kulturelle Begegnungen outdoor oder in großen Räumen mit Mund- und Nasenschutz möglich sind, kann Kunst ein wichtiger Faktor für das gesellschaftliche Leben darstellen“, so Thoma weiter. Die Landes- als auch die Bundesregierung leisten zudem mit einer Reihe von spezifischen Fördermaßnahmen einen wesentlichen Beitrag zu Eindämmung der Auswirkungen des Coronavirus im Kunst- und Kulturbereich.

Gerade in Krisenzeiten sind Kunstangebote essentiell

Die aktuellen Infektionszahlen werden das Kunst- und Kulturleben in den kommenden Wochen vermutlich wieder stärker einschränken. Trotzdem sind die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie unverzichtbar. „Existenzielle Sorgen und massive berufliche Einschränkungen zermürben insbesondere Künstler“, so Thoma weiter, der auch in seiner Rolle als Bludenzer Kulturstadtrat einen Diskurs über das Prekariat in der Kunst und die soziale Absicherung von Künstlerinnen und Künstlern proaktiv thematisiert.

Foto: mauche.eu


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