Diskussion über das Landestheater sollte strategisch erfolgen

„Ich habe großes Verständnis, wenn Landestheater-Intendantin Stefanie Gräve für Ihr Haus kämpft, engagiert Projekte und Formate entwickelt, neue Zielgruppen erreicht, aber es gilt in der aktuellen Situation auf die herausfordernde Situation durch die Corona-Pandemie hinzuweisen. Es gilt mit Augenmaß die Zukunft zu gestalten, insbesondere eine aktivierende Kulturpolitik umzusetzen, die insbesondere freischaffende Künstlerinnen und Künstler unterstützt“, so VP-Kultursprecher Christoph Thoma.

Zu den Investitionen bzw. Sanierungsmaßnahmen am Gebäude selbst, verweist Christoph Thoma auf die Eigentumsverhältnisse: Das „Theater am Kornmarkt“ gehört der Landeshauptstadt Bregenz, daher stellt sich die Frage aktuell beim Land nicht, denn das Land ist Mieter des Hauses.

Wenn Kollege Bernie Weber über die Gefährdung des Landestheaters spricht, dann entbehrt das jeglicher Grundlage. Das Land Vorarlberg betrachtet die gesamte Vorarlberger Kulturlandschaft, und versucht mit aller Kraft der freien Kulturszene als auch den landeseigenen Kultureinrichtungen Sicherheit zu geben. Die vielfältigen coronabedingten Förderprogramme wurden in den letzten Wochen mehrfach kommuniziert. „Eine strategische Diskussion, ob das Landestheater mit einem eigenen Ensemble agiert oder zumindest einen Gastspielbetrieb ins Auge fasst, liegt in der Kompetenz der Gremien des Landestheaters. Da gibt es vergleichbare Benchmarks, die durchaus analysiert werden dürfen“, ergänzt Thoma.

„Wir werden zudem in den nächsten Wochen einen Antrag in den Landtag einbringen, der sich mit den prekären Lebensverhältnissen von Künstlerinnen und Künstler auseinanderzusetzt“, schließt Christoph Thoma, der gerade in dieser Zeit um Sach- und Realpolitik bemüht ist.

Foto: ©mauche.eu


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