Solidarisch in Zeiten der Pandemie

Anfrage an LR Wiesflecker zu den aktuellen Herausforderungen in der Entwicklungszusammenarbeit

Vorarlberg fördert bereits seit 1960 die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und versucht so seinen Teil der globalen solidarischen Verantwortung wahrzunehmen. „Die Pandemie stellt die Länder des Südens jedoch vor die kaum zu bewältigende Herausforderung, die Bevölkerung mit äußerst beschränkten Mitteln vor dem Virus zu schützen. Für die Bekämpfung der längerfristigen gesundheitlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie fehlen im Regelfall die finanziellen Ressourcen“ erläutert VP-Landtagsabgeordnete Christina Metzler an die globale Dimension der aktuellen Pandemie. Deshalb ist es von großer Bedeutung, dass der Ausbau der dortigen Infrastruktur aus Mitteln des Auslandskatastrophenfonds sowie der Entwicklungszusammenarbeit von Bund und Land gerade jetzt vorangetrieben wird. „Beispielsweise sind Trinkwasserversorgung und Bildungsangebote ein wesentlicher Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität vor Ort und sichern die elementaren Lebensgrundlagen der Menschen“, berichtet Metzler von einem aktuellen Schwerpunkt der Vorarlberger Entwicklungszusammenarbeit.

Erfreulich ist in diesem Zusammenhang für VP-Sozialsprecherin Heidi Schuster Burda, dass auf Vorschlag der Bundesregierung der Nationalrat die Anhebung der Mittel für den Auslandskatastrophenfonds sowie die Entwicklungszusammenarbeit für das Jahr 2021 beschlossen hat. „Der Bundesvoranschlag für das Außenministerium 2021 sieht Auszahlungen in der Höhe von 549,9 Mio. € vor, was im Vergleich zu 2020 einen Anstieg von 53,9 Mio. € bzw.um 10,9% bedeutet“.

Vor diesem Hintergrund möchten die beiden VP-Abgeordneten mittels einer Landtagsanfrage an Landesrätin Katharina Wiesflecker in Erfahrung bringen, welche Auswirkungen die Erhöhung der Bundesmittel auf die Programme der Entwicklungszusammenarbeit des Landes haben. Zumal das Land Vorarlberg seit dem Jahr 2016 in diesem Bereich eng mit den zuständigen Bundesstellen zusammenarbeitet. „Wir möchten von Landesrätin Wiesflecker auch wissen, wie sehr die COVID-19-Pandemie die Hilfe vor Ort beeinflusst und welche politischen Auswirkungen die Epidemie auf die Schwerpunktländer der EZA vor allem in Afrika hat“, berichten Metzler und Schuster Burda. Mit Blick auf die anhaltenden Migrationsbewegungen, gerade vom afrikanischen Kontinent in Richtung Europa sind beide der Überzeugung, dass es aufgrund der Vorarlberger Wertehaltung ein Gebot der Stunde ist, dass sich das Land auch auf globaler Ebene solidarisch zeigt und die effiziente Hilfe vor Ort weiter ausbaut.

Fotos: mauche.eu


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