Kennzeichnungspflicht von Lebensmittel ist der Schlüssel für mehr Tierwohl

Auf Antrag der Sozialdemokratie wurde im heutigen Landwirtschaftlichen Ausschuss über eine Kennzeichnungspflicht von Lebensmitteln diskutiert. Von Seiten der Regierungsfraktionen Volkspartei und Grüne wurde eine Ausschussvorlage eingebracht, die eine verpflichtende und kontrollierte Kennzeichnung von verarbeiteten und nichtverarbeiteten Lebensmitteln nach Herkunft und Haltung im Handel, in Direktvermarktungsbetrieben und Manufakturen sowie der Gastronomie und Großküchen fordert. „Wir wollen, dass sich Konsumentinnen und Konsumenten bewusst für regionale Produkte entscheiden können. Ich hoffe, dass sich noch mehr Vorarlbergerinnen und Vorarlberger in Zukunft an der Ladentheke, oder im Gasthaus für kurze Transportwege und gegen Billigangebote aus dem Ausland entscheiden“, erläutert VP-Tierschutzsprecher Bernhard Feuerstein die Zielsetzungen der Vorlage. Feuerstein ist zuversichtlich, dass die Bundesregierung dieses Anliegen aufgreift: „Die vergangenen Wochen haben vielen Menschen gezeigt, wie wichtig eine regionale Versorgung mit Lebensmitteln auch im 21. Jahrhundert ist“.

Auch die derzeitige Praxis des Schredderns von männlichen Küken sollte aus Sicht von Feuerstein in Österreich der Vergangenheit angehören. Die Ausschussvorlage fordert ein entsprechendes Verbot auf Bundesebene. „Ich bin zuversichtlich, dass eine baldige Umsetzung erfolgt, weil dies sowohl im Arbeitsprogramm der Bundes- als auch der Landesregierung so vorgesehen ist. Mittelfristig wäre es mein Wunsch, dass die Früherkennung des Geschlechts bereits im Ei vier Tage nach der Befruchtung Praxis in den Betrieben wird, um das Töten von männlichen Küken generell zu vermeiden“ so Bernhard Feuerstein abschließend.

Foto: mauche.at


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