Ein junges Tier allein im Gras oder ein Vogel am Boden wirkt schnell hilfsbedürftig. Doch wer vorschnell eingreift, kann dem Tier schaden. VP-Tierschutzsprecherin Christina Hörburger begrüßt deshalb die neue Informationsseite des Landes Vorarlberg zum Umgang mit gefundenen Wildtieren. „Der Impuls zu helfen ist richtig. Entscheidend ist, zuerst zu erkennen, ob ein Wildtier tatsächlich Hilfe braucht. Die neue Website gibt den Menschen dafür verständliche Hinweise und zeigt, an wen sie sich wenden können. Das ist gelebter Tierschutz: aufmerksam sein, Abstand halten und im richtigen Moment fachkundige Hilfe holen“, sagt Hörburger.
Die Seite bietet Informationen zu verschiedenen Tierarten – vom Rehkitz über Jungvögel bis zum Igel – und erklärt die jeweiligen Zuständigkeiten. „Ein allein angetroffenes Jungtier ist nicht automatisch verlassen. Mit klaren Informationen vermeiden wir gut gemeinte Fehler und schützen die Tiere vor zusätzlichem Stress“, betont Hörburger. Ihr Dank gilt Landesrätin Martina Rüscher, der Tierschutzombudsperson und allen Fachleuten, die an der Informationsseite mitgewirkt haben.
Die Website ist zugleich der Auftakt zur Tierschutzagenda Vorarlberg 2026–2029. Der Schwerpunkt 2026 lautet „Helfen, ohne zu schaden“. Hörburger: „Tierschutz braucht Wissen und Verantwortung. Ich empfehle allen, die ein Wildtier finden, sich zuerst auf der neuen Seite zu informieren und bei Bedarf die zuständige Stelle zu kontaktieren.“
https://vorarlberg.at/wildtier-gefunden-erst-informieren-dann-handeln