EU-Kommissar Magnus Brunner war vergangene Woche zu Gast im Landtagsklub der Vorarlberger Volkspartei. Im Austausch mit den Abgeordneten berichtete der Vorarlberger über aktuelle Entwicklungen auf europäischer Ebene und skizzierte den künftigen Kurs der Europäischen Union in der Migrationspolitik.
Klubobfrau Veronika Marte begrüßte den Besuch ausdrücklich: „Mit Magnus Brunner hat Vorarlberg eine starke Stimme in der Europäischen Kommission. Der direkte Austausch mit ihm ist für uns sehr wertvoll, weil viele politische Entscheidungen heute auf europäischer Ebene getroffen werden.“ Brunner machte deutlich, dass Europa in der Migrationspolitik einen gemeinsamen und konsequenten Weg gehen müsse. Ziel sei es, irreguläre Migration wirksam zu reduzieren, die Außengrenzen besser zu schützen. Dazu gehöre auch eine stärkere Zusammenarbeit mit Herkunfts- und Transitländern sowie schnellere Verfahren bei Rückführungen von Personen ohne Aufenthaltsrecht.
Für Marte ist klar, dass dieser Ansatz auch für Vorarlberg von großer Bedeutung ist: „Migration ist eine europäische Herausforderung, die nur gemeinsam gelöst werden kann. Es braucht klare Regeln und konsequente Verfahren innerhalb Europas.“
Im Austausch mit den Abgeordneten erläuterte Magnus Brunner auch seine Einschätzung zum aktuellen Krieg im Nahen Osten. Je nach Dauer und Ausgang der Kampfhandlungen könnten neue Fluchtbewegungen entstehen – mit direkten Auswirkungen auf Europa. Kommissar Magnus Brunner berichtete in diesem Zusammenhang von seinem intensiven Austausch mit wichtigen Entscheidungsträgern in der Region. Ziel sei es, mögliche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet zu sein.