VP-Arbeitsmarktsprecherin Karin Feurstein-Pichler und ÖAAB-Landesvorsitzende Veronika Marte begrüßen die heute präsentierte gemeinsame Initiative von Land Vorarlberg, Arbeiterkammer und AMS zur Stärkung der Fachkräfteausbildung. Mit dem angekündigten Aktionsplan für den Herbst 2026 werde ein wichtiges Signal gesetzt: Mehr Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung sollen gezielt unterstützt und in Qualifizierung gebracht werden.
„Ein Berufsabschluss ist eine der wirksamsten Antworten auf den Fachkräftebedarf in unserem Land. Wer Menschen qualifiziert, stärkt ihre Chancen am Arbeitsmarkt, erhöht ihre Jobsicherheit und gibt den Betrieben jene Fachkräfte, die sie dringend brauchen“, betont VP-Arbeitsmarktsprecherin Karin Feurstein-Pichler. Die enge Zusammenarbeit von Land, AK, AMS, Sozialpartnern und weiteren Einrichtungen sei daher der richtige Weg. „Vorarlberg lebt von leistungsbereiten Menschen und starken Betrieben. Damit das so bleibt, müssen wir vorhandene Potenziale besser nutzen und Weiterbildung noch gezielter ermöglichen“, so Feurstein-Pichler. Sie begrüßt in diesem Zusammenhang die neue AMS-ServiceLine und unterstützt den angekündigten Aktionsplan, der im Herbst starten soll.
Die aktuellen Zahlen zeigen den Handlungsbedarf klar. Ende Juni hatten rund 47 Prozent der arbeitslosen Menschen in Vorarlberg keinen formalen Berufsabschluss. Gleichzeitig setzen rund 71 Prozent der offenen Stellen zumindest eine Lehrausbildung oder eine höhere Qualifikation voraus. „Diese Lücke dürfen wir nicht einfach verwalten. Wir müssen sie Schritt für Schritt schließen. Genau dafür braucht es abgestimmte Angebote, gute Beratung und klare Perspektiven für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ebenso wie für Betriebe“, sagt Feurstein-Pichler.
ÖAAB-Landesvorsitzende Veronika Marte hebt besonders den Nutzen für die arbeitende Mitte hervor: „Arbeit soll Sicherheit geben und Aufstieg ermöglichen. Wer keinen Berufsabschluss hat, trägt ein deutlich höheres Risiko bei Arbeitslosigkeit, Einkommen und sozialer Absicherung.“ Weiterbildung und Qualifizierung seien kein Selbstzweck, sondern eine Investition in stabile Beschäftigung, fairen Wohlstand und eine starke soziale Marktwirtschaft.
Feurstein-Pichler und Marte sehen im geplanten Aktionsplan Fachkräfteausbildung einen wichtigen Baustein für die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Vorarlberg. „Der Vorarlberger Weg heißt: Chancen schaffen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Lösungen umsetzen, die den Menschen konkret helfen. Mehr Berufsabschlüsse bedeuten mehr Sicherheit für Beschäftigte, mehr Fachkräfte für Betriebe und mehr Wettbewerbsfähigkeit für unser Land“, halten Feurstein-Pichler und Marte abschließend fest.