Die Kritik der Grünen an den Plänen der Landesregierung für eine Novelle des Gesetzes für Naturschutz und Landschaft war aus der Sicht von VP-Klubobfrau erwartbar: „Wer aus jeder Verwaltungsvereinfachung einen Kahlschlag im Naturschutz konstruiert, zeigt vor allem eines: wenig Verständnis für die Notwendigkeiten unserer Zeit!“
Marte ist überzeugt, dass der Naturschutz in Vorarlberg weiterhin eine wichtige Berechtigung hat: „Nach 30 Jahren darf und muss man ein Gesetz aber auch hinterfragen und dort weiterentwickeln, wo Behördenverfahren rascher und unbürokratischer abgewickelt werden können. Diesen Anspruch haben wir – und daran halten wir fest.“
Die Grünen würden bewusst den Eindruck erwecken, als wolle die Landesregierung Vorarlberg flächendeckend versiegeln. „Das ist schlicht falsch. Wer den Menschen einreden will, jede Vereinfachung im Gesetz führe automatisch zu mehr Beton und Asphalt, betreibt Angstmache statt seriöser Politik“, so Marte weiter. Sie verweist dabei auf aktuelle Zahlen. Von den 2600 km2 Landesfläche sind gerade 0,6 % als Betriebsgebiet gewidmet. Insgesamt sind nur 4,4 % verbaut. Damit sind 95 % von Vorarlberg Naturraum.
Die Klubobfrau der Vorarlberger Volkspartei plädiert in der Debatte für einen Naturschutz, der wirksam und gleichzeitig praxistauglich ist. „Natur schützen und Entwicklung ermöglichen sind kein Widerspruch. Unser Ziel ist ein modernes Naturschutzgesetz, das schützt, wo Schutz notwendig ist, und gleichzeitig den Menschen und unseren Betrieben die Chance für Entwicklung offenhält. Genau das verstehen wir unter Naturschutz mit Hausverstand.“