Anfrage an LR Marco Tittler zur aktuellen Situation am Arbeitsmarkt eingebracht
Im Rahmen einer Pressekonferenz präsentierten Landeshauptmann Markus Wallner, Wirtschaftslandesrat Marco Tittler und AMS-Landesgeschäftsführer Bernhard Bereuter das beschäftigungspolitische Maßnahmenprogramm 2026 von Land und AMS Vorarlberg. Nach drei Jahren wirtschaftlicher Stagnation zeigen die Entwicklungen nun klar in Richtung Aufschwung. Diesen positiven Trend gelte es aktiv zu unterstützen – darin sind sich VP-Arbeitsmarktsprecherin Karin Feurstein-Pichler und VP-Wirtschaftssprecherin Monika Vonier einig.
Aus Sicht der beiden Abgeordneten ist der Standort Vorarlberg gut aufgestellt: „Wir haben einen starken Branchenmix – mit einer soliden industriellen Basis, ergänzt durch Tourismus und Gewerbe mit weiterem Wachstumspotenzial. Auch der Dienstleistungssektor entwickelt sich zunehmend zum Jobmotor.“ Entscheidend seien stabile Rahmenbedingungen, die Unternehmen und Beschäftigten Planungssicherheit bieten: „Dazu braucht es ein starkes Europa, das als Wirtschaftsraum global Gewicht hat, mit einer Stimme spricht und unsere Interessen selbstbewusst vertritt.“
Feurstein-Pichler und Vonier sehen im Strukturwandel der Industrie, der Digitalisierung sowie im demografischen Wandel zentrale Herausforderungen – zugleich aber auch neue Chancen. „Wir haben daher eine Anfrage an Landesrat Marco Tittler eingebracht, um zu erfahren, wie das Land auf die aktuellen Entwicklungen reagiert – und welche Strategien zur Sicherung von Beschäftigung und zur Schaffung neuer Perspektiven für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verfolgt werden“, so Feurstein-Pichler. Besonders im Fokus: Jugendliche, ältere Arbeitnehmer sowie Menschen in Qualifizierungsmaßnahmen.
Monika Vonier unterstreicht die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit dem AMS: „Nur wenn wir gezielt in Aus- und Weiterbildung investieren, können unsere Betriebe wettbewerbsfähig bleiben. Der Wandel durch Digitalisierung, Fachkräftemangel und internationale Konkurrenz verlangt nach konkreten Antworten – nicht nach Vertröstungen. Das AMS ist als Partner der Wirtschaft zu verstehen. Die Dauer der Arbeitslosigkeit gilt es so kurz als möglich zu halten“
Aus Sicht der beiden Abgeordneten bleibt Qualifikation der Schlüssel für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Der konsequente Ausbau entsprechender Angebote ist somit ein zentraler Hebel für einen stabilen Arbeitsmarkt – und damit für einen international erfolgreichen Wirtschaftsstandort Vorarlberg.