VP-Mobilitätssprecher Clemens Ender begrüßt die Entscheidung des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur, das Vorprojekt für die Bodensee Schnellstraße S18 zu genehmigen. Damit kann die Planung der Verbindung zwischen der A14 und der Schweizer A13 konsequent fortgesetzt werden. „Nach jahrzehntelangen Diskussionen gibt es endlich wieder einen konkreten Fortschritt. Das ist eine gute Nachricht für die Menschen in Lustenau, für das gesamte untere Rheintal und für unseren Wirtschaftsstandort“, erklärt Ender.
Die S18 sei kein Selbstzweck, sondern eine notwendige Antwort auf die hohe Verkehrsbelastung in der Region. „Die Menschen im Unterland, besonders aber in Lustenau erleben den Durchzugsverkehr jeden Tag vor ihrer Haustüre. Sie erwarten zu Recht, dass die Politik Verantwortung übernimmt und an einer wirksamen, langfristigen Entlastung arbeitet“, betont der Mobilitätssprecher.
Kritisch reagiert Ender auf die neuerliche Ablehnung des Projekts durch die Grünen: „Die Kritik der Grünen verschließt die Augen vor den Realitäten im unteren Rheintal und speziell in Lustenau. Wer die S18 reflexartig ablehnt, muss auch erklären, wie der grenzüberschreitende Verkehr aus den Wohngebieten gebracht und die Bevölkerung tatsächlich entlastet werden soll. Schlagworte ersetzen keine tragfähige Verkehrslösung.“ Die von den Grünen geforderten kurzfristigen Maßnahmen könnten sinnvoll ergänzen, seien aber kein Ersatz für eine leistungsfähige Verbindung zwischen den hochrangigen Straßennetzen Österreichs und der Schweiz. Ender verweist auf ein geplantes Gespräch im September mit dem zuständigen Landesrat: „Hier erwarte ich mir erste Verbesserungen, vor allem beim Thema Verkehrssicherheit, aber auch Maßnahmen, durch die die betroffenen Menschen besser vom Verkehr entlastet werden.“
Für Ender braucht es eine ausgewogene Mobilitätspolitik: „Wir bauen den öffentlichen Verkehr, die Bahnverbindungen und die Radinfrastruktur weiter aus. Gleichzeitig dürfen wir nicht so tun, als könnten der regionale Wirtschaftsverkehr, der grenzüberschreitende Verkehr und die bestehende Belastung der Ortszentren allein damit gelöst werden. Eine verantwortungsvolle Politik setzt nicht auf ein Entweder-oder, sondern auf das richtige Zusammenspiel aller Verkehrsträger.“
Mit der Genehmigung des Vorprojekts sei nun die Grundlage für die nächsten Planungsschritte geschaffen. Die ASFINAG arbeitet an der Detailplanung; die Einreichung zur Umweltverträglichkeitsprüfung ist aus heutiger Sicht für 2028 vorgesehen. „Jetzt müssen die weiteren Verfahren sorgfältig, transparent und ohne unnötige Verzögerungen vorangetrieben werden. Unser Ziel bleibt klar: weniger Durchzugsverkehr in den Wohngebieten, mehr Lebensqualität für die Bevölkerung und eine verlässliche Anbindung für den gesamten Wirtschafts- und Lebensraum“, so Ender abschließend.