VP-Landwirtschaftssprecher Bernhard Feuerstein begrüßt die von Landesrat Christian Gantner präsentierte Bibermanagementverordnung. Sie schafft erstmals einen landesweit einheitlichen und rechtssicheren Rahmen für den Umgang mit Konflikten zwischen Biber, Landwirtschaft, Infrastruktur und Siedlungsraum. Gleichzeitig bleibt der Schutz des Bibers klar berücksichtigt. „Naturschutz funktioniert langfristig nur dann, wenn er auch in der Praxis funktioniert und die Anliegen der Menschen ernst nimmt. Genau diesen Weg geht Christian Gantner mit dem neuen Bibermanagement. Es geht nicht darum, Naturschutz und Nutzung gegeneinander auszuspielen, sondern vernünftige Lösungen für beide Seiten zu schaffen“, betont Feuerstein.
Besonders für land- und forstwirtschaftliche Betriebe sei die neue Regelung ein wichtiger Schritt. Biberaktivitäten können unter anderem zu Vernässungen und Überflutungen von Flächen, Schäden an Kulturen sowie instabilen Uferböschungen führen. Bislang mussten Konfliktfälle vielfach einzeln bewilligt werden, was Unsicherheiten, längere Verfahren und zusätzlichen Verwaltungsaufwand verursachte.
„Unsere Bäuerinnen und Bauern haben Verständnis für den Schutz unserer heimischen Tierwelt. Dieses Verständnis darf aber keine Einbahnstraße sein. Wenn landwirtschaftliche Flächen, Kulturen oder Infrastruktur konkret gefährdet sind, braucht es rasche und rechtssichere Handlungsmöglichkeiten. Genau hier setzt die neue Verordnung an“, erklärt Feuerstein. Das neue Bibermanagement sieht ein stufenweises Vorgehen vor. Prävention und Beratung stehen an erster Stelle. Wo diese Maßnahmen nicht ausreichen, sind unter klar definierten Voraussetzungen auch Eingriffe in den Lebensraum und als letztes Mittel Eingriffe in die Biberpopulation möglich. Ein begleitender Leitfaden soll Gemeinden, Betrieben und Grundeigentümern zusätzliche Orientierung geben.
Feuerstein dankt Landesrat Christian Gantner ausdrücklich für dessen Einsatz: „Christian Gantner zeigt mit dieser Lösung, was praktikabler Naturschutz bedeutet: schützen, wo Schutz notwendig ist, und handeln können, wo konkrete Schäden und Gefahren entstehen. Dieser Zugang mit Augenmaß stärkt auch die Akzeptanz für den Naturschutz insgesamt.“