Vorarlberg setzt auf Fortschritt und einen eigenständigen Weg, der von Zuversicht, Mut und Kompetenz geprägt ist. In herausfordernden Zeiten übernimmt das Land Verantwortung, um die Lebens- und Arbeitswelt von morgen aktiv zu gestalten.

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Vorarlberg als Vorreiter der textilen Kreislaufwirtschaft stärken

Veröffentlichunsdatum
16 März, 2026
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All-Parteien-Landtagsantrag unterstützt Pionierrolle Vorarlbergs

„Kreislaufwirtschaft ist längst ein zentraler Bestandteil moderner Wirtschaftspolitik. Sie hilft, Ressourcen effizienter zu nutzen, Abhängigkeiten von globalen Lieferketten zu reduzieren und gleichzeitig ökologische Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft zu verbinden“, berichten die beiden VP-Landtagsabgeordneten Monika Vonier und Christina Hörburger. Gerade die Textilbranche stehe hier vor großen Herausforderungen: Fast-Fashion und Billigst-Importe aus China sind ein immer wichtigerer Faktor auf den europäischen Märkten und machen nicht nur etablierten Produzenten zu schaffen. Die Produktion von Textilien ist und bleibt ressourcenintensiv, obwohl immer mehr Kleidung nur kurz genutzt oder gar ungetragen entsorgt wird. Gleichzeitig bieten Textilien aufgrund ihrer guten Recyclingfähigkeit ein großes Potenzial für funktionierende Kreisläufe.

Vorarlberg nimmt in diesem Bereich bereits eine wichtige Rolle ein. Alttextilien werden landesweit gesammelt und anschließend im Sortierwerk „carla Tex“ in Hohenems aufbereitet und für die Wiederverwendung vorbereitet. Dieses Modell gilt heute schon als Best-Practice-Beispiel über die Landesgrenzen hinaus. Diese Rolle soll nun durch einen Landtagsantrag, der von allen Parteien unterstützt wird weiter verstärkt werden.

Christina Hörburger sieht im Land eine starke Basis für den nächsten Entwicklungsschritt. „Für das Jahr 2026 rechnen wir mit rund 3.500 Tonnen gesammelten Alttextilien in Vorarlberg. Aktuell können am Standort Hohenems jedoch nur etwa 1.350 Tonnen verarbeitet werden. Unser Ziel ist es daher, die Kapazitäten weiter auszubauen und langfristig möglichst die gesamte Sammelmenge im Land zu verarbeiten“, erklärt Hörburger. Damit könnten regionale Wertschöpfung, ökologische Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung miteinander verbunden werden.

Ein Ausbau der textilen Kreislaufwirtschaft hätte mehrere positive Effekte für Vorarlberg: Neue Arbeitsplätze für Menschen mit erschwertem Zugang zum Arbeitsmarkt, eine stärkere regionale Vermarktung von Secondhand-Textilien sowie zusätzliche Impulse für Forschung, Innovation und Wissenstransfer im Bereich Recycling und Kreislaufwirtschaft.

Der Landtagsantrag sieht daher vor, dass sich die Landesregierung gemeinsam mit den zuständigen Stellen auf Bundesebene für eine rasche Entwicklung einer Business- und Marktstudie einsetzt. Diese soll gemeinsam mit der Caritas Vorarlberg die bestehenden Strukturen analysieren und die Grundlage für eine skalierbare Pilotregion schaffen. Gleichzeitig sollen Gespräche zur Umsetzung der künftigen EU-Regelungen zur erweiterten Herstellerverantwortung im Textilbereich geführt werden.

„Vorarlberg hat die Chance, hier eine echte Vorreiterrolle einzunehmen. Wenn wir Kreislaufwirtschaft konsequent weiterentwickeln, stärken wir unsere Betriebe, schaffen soziale Perspektiven und leisten einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz“, halten Vonier und Hörburger fest.

Vorarlberg geht vor.