„Vorarlberg verfügt über eine gut aufgestellte Hospiz- und Palliativversorgung. Unser Anspruch muss sein, diese hohe Qualität auch angesichts des demografischen Wandels langfristig abzusichern und bedarfsgerecht weiterzuentwickeln“, betonen VP-Sozialsprecherin Heidi Schuster-Burda und VP-Seniorensprecherin Andrea Schwarzmann. Mit einer Landtagsanfrage an Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher wollen die beiden Abgeordneten einen umfassenden Blick auf die aktuelle Versorgung und die kommenden Herausforderungen werfen.
Hospiz- und Palliativangebote begleiten Menschen mit schweren, unheilbaren Erkrankungen und ihre Angehörigen in einer besonders sensiblen Lebensphase. Dabei greifen in Vorarlberg unterschiedliche stationäre und ambulante Angebote ineinander. „Gerade dann, wenn Menschen schwer krank sind, braucht es Verlässlichkeit, Menschlichkeit und eine Versorgung, die sich an ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. Hier ist Vorarlberg auf einem guten Weg“, unterstreicht Schuster-Burda.
Mit der steigenden Zahl älterer und chronisch kranker Menschen wird der Bedarf in den kommenden Jahren weiter wachsen. Deshalb richtet die Anfrage den Blick auch auf die zukünftige Entwicklung der mobilen Angebote, auf stationäre Strukturen sowie auf neue Versorgungsformen wie Tageshospize. Diese können eine wichtige Verbindung zwischen der Betreuung zu Hause und einem stationären Aufenthalt schaffen und zugleich Angehörige entlasten.
„Für viele Menschen ist es ein großer Wunsch, möglichst lange in der vertrauten Umgebung bleiben zu können. Ambulante und teilstationäre Angebote leisten dafür einen entscheidenden Beitrag. Deshalb wollen wir wissen, wie diese Strukturen in den kommenden Jahren weiter gestärkt werden können“, erklärt Schwarzmann.
Neben der Versorgungsqualität stehen auch Finanzierung und langfristige Absicherung im Mittelpunkt der Anfrage. Dabei geht es unter anderem um die Beiträge von Land, Sozialversicherung, Gemeinden und Trägerorganisationen sowie um mögliche bundesrechtliche Hürden für den weiteren Ausbau. Ebenso fragen Schuster-Burda und Schwarzmann nach der Qualitätssicherung und nach konkreten Maßnahmen des Landes für die kommenden Jahre.
„Unser Ziel ist klar: Menschen sollen sich darauf verlassen können, auch am Ende ihres Lebens bestmöglich begleitet und versorgt zu werden. Vorarlberg hat dafür eine starke Basis. Jetzt geht es darum, frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen, damit diese Versorgung auch für kommende Generationen gesichert bleibt“, so Schuster-Burda und Schwarzmann abschließend.